Kommt bei Homöopathie die Wirkung durch den Glauben? Umgekehrt.

Inhalt:

Nux vomica (Brechnuss) - Signaturenlehre

Beruhigung, Ausgleich, Toleranz

Abb: Bildunterscdhrift Signaturenlehre_Brechnuss_nux_vomica.jpg
Abb:
Brechnuß (Strychnos Nux Vomica)
Wesen: Die Mutterpflanze der Brechnuss gehört in die Familie der Loganiaceen.Sie wächst zu einem 10 – 13 m hohen immergrünen Baum heran. Die Rinde ist  schwarz- bis gelblich – grau. Er trägt hellgrün glänzende Zweige, die wiederholt gabelteilig gestaltet sind und lederartige glatt glänzende, gestielte Blätter wachsen lassen. Ihre Gestalt ist breit eiförmig und sie stehen kreuzgegenständig. Die Blüten sind weiß und vereinigen sich zu doldenartigen Blütenständen. Sie bilden dabei auffallend lange Röhren und entfalten tellerförmig ausgebreitete Kronzipfel.Die Früchte sind kugelig, etwa wie ein Tennisball, von grüner bis orangeroter Farbe  und enthalten in ihrem weißen, gallertartigen Fruchtfleisch zwei bis vier nussartige Samen von brauner Farbe. Die Nüsse sehen knopfähnlich aus und haben die Größe eines 2 Cent Stücks. Sie sind mit feinen Haaren besetzt.Sie sind geruchlos, aber schmecken – und hier haben wir die hinweisende Signatur – bitter, scharf und Übelkeit erregend.Die Brechnuss ist für Menschen geeignet, die zu Irritationen neigen, weil sie Reize nicht angemessen tolerieren können. Sie reagieren ärgerlich, verlieren leicht das rechte Maß im Konsum von Vergnügungen und Genüssen, die sie nicht recht verdauen können und anschließend entsprechend leiden.
Signatur: 
Die Mutterpflanze der Brechnuss gehört in die Familie der Loganiaceen. Sie wächst zu einem 10 – 13 m hohen immergrünen Baum heran. Die Rinde ist  schwarz- bis gelblich – grau. Er trägt hellgrün glänzende Zweige, die wiederholt gabelteilig gestaltet sind und lederartige glatt glänzende, gestielte Blätter wachsen lassen. Ihre Gestalt ist breit eiförmig und sie stehen kreuzgegenständig. 
Die Blüten sind weiß und vereinigen sich zu doldenartigen Blütenständen. Sie bilden dabei auffallend lange Röhren und entfalten tellerförmig ausgebreitete Kronzipfel.
Die Früchte sind kugelig, etwa wie ein Tennisball, von grüner bis orangeroter Farbe  und enthalten in ihrem weißen, gallertartigen Fruchtfleisch zwei bis vier nussartige Samen von brauner Farbe. Die Nüsse sehen knopfähnlich aus und haben die Größe eines 2 Cent Stücks. Sie sind mit feinen Haaren besetzt.
Sie sind geruchlos, aber schmecken – und hier haben wir die hinweisende Signatur – bitter, scharf und Übelkeit erregend.
Tradition:
Strychnos war bei den griechischen Ärzten der Name für verschiedene giftige Solanaceen. Nux vomica ist dem Lateinischen entnommen und meint brechenerregende Nuss. Der auch geläufige deutsche Namen Krähenaugen erklärt sich aus dem augenartigen Aussehen der Samen. 
Obwohl Blätter, Holz und Rinde des Brechnussbaumes in Indien schon lange medizinisch in Gebrauch waren, gibt es darüber keine Angaben in der Literatur. Sichere Nachrichten finden sich erst im Mittelalter durch Aufzeichnungen von arabischen Ärzten. Im 16. Jahrhundert taucht die Brechnuss in deutschen Apothekertaxen auf. 1561 gab Valerius Cordus eine gute Beschreibung.
Im 17. Jahrhundert waren die Brechnüsse auch in England bekannt, wo sie bei Parkinson zur Anwendung kamen, aber im Wesentlichen zur Vergiftung von Hunden, Katzen, Krähen und Raben benutzt wurden.
In Indien wurde die Droge als Tonikum und Antirheumatikum sowie gegen Schlangenbisse gebraucht. Auch in der Veterinärmedizin wurde sie gebraucht bei Magen – Darmkatarrh und als Antidot bei narkotischen Vergiftungen.
Lonicerus (1564) und Tabernaemontanus (1591) schildern die Krähenaugen als Emetikum und Purgans und fanden sie wirksam zum Austreiben der „Phlegmatischen und Cholerischen Feuchtigkeit.“
V. Haller (1755) berichtet von der starken Giftigkeit der Arznei, die wohl deshalb aus dem Gebrauch genommen wurde. Er schreibt: „ Die Alten haben zwar diese Früchte unter die gifttreibende Arznei gezählt, heut zu Tage getraut man sich nimmer, dieselbe zu geben, da sie die meisten fleischfressenden Tiere töten mit  vielen gichtigen Bewegungen und auch den Menschen sehr gewaltig Erbrechen machen.“ 
Hecker schreibt ein halbes Jahrhundert später Gegenteiliges und zählt gute Wirksamkeit bei vielen Indikationen auf, wie Wechselfieber, Dysenterie, chronischen Diarrhöen infolge gesteigerter Reizbarkeit. Auch bei Rheumatismus und Gicht fand er positive therapeutische Ergebnisse. 
Wie recht hat Paracelsus, wenn er erklärt: „Dosis facit venenum.“ 
Auch Hufeland fand die Brechnuss wirksam, sowohl bei Dysenterie als auch bei Obstipation und nannte zusätzlich als Indikation Nervenschwäche. Rademacher setzte die Krähenaugen auch gerne bei Leberleiden, Gallestörungen und Erbrechen ein. 
Clarus beschreibt positive Therapieergebnisse bei Kardialgien, die im Zusammenhang mit Verdauungsstörungen auftreten und beobachtete als erster ihre Fähigkeit, die Verträglichkeit von Nahrungsmitteln zu verbessern. Heute wird in der Schulmedizin nicht mehr die ganze Droge gebraucht, sondern der extrahierte Wirkstoff Strychnin, der sich vor allem als Antidot bei Narkosevergiftungen als sehr hilfreich erweist. 
Das Hauptanwendungsgebiet für die Brechnuss ist heute der Homöopathie vorbehalten.
Es ist als Polychrest zu einem wertvollen und oft gebrauchten Heilmittel geworden. In manchen Schulen spricht man sogar von Konstitutionsmittel, da sehr charakteristische Symptome in der gesamten Wesenheit zu beobachten sind und manche Menschen einen Charakter haben, der den Leitsymptomen der Nux vomica Arznei ähnelt.
Pharmakologische Eigenschaften:
Die Wirkung der Droge im Hinblick auf das Herz ist gut geprüft: Crataegus wirkt positiv inotrop, positiv chronotrop und dromotrop, sowie negativ bathmotrop. Es bewirkt eine Zunahme der coronaren und der myocardialen Durchblutung.
Inhaltsstoffe:
Es sind drei Alkaloide, die für die Wirkungen der Droge verantwortlich sind. 
Strychnin, Brucin und Vomicin. Strychnin entfaltet seine Wirksamkeit am zentralen und vegetativen Nervensystem und führt zunächst zu Übererregung und Schärfung der sinnesorganischen Wahrnehmung, aber gleichzeitig zu Erschlaffung und Lähmung dieser Lebensfunktionen. Brucin hat ähnliche Wirkungen, hat also auch krampferregende Wirkung, ist aber weit weniger giftig. Auch Vomicin entfaltet, wiederum schwächer die gleichen Wirkungen. 
Verständlich, dass die Droge in ihrer Umkehrwirkung als Homöopathikum gerne als Gegenmittel bei Überreizung des vegetativen Nervensystems, vor allem durch unmäßig gebrauchte Genussmittel oder überstarke Einwirkung von Arzneimitteln Anwendung findet.
Anwendung:
Körperlich bewährt sich Crataegus in eindrücklicher Weise bei Herzleiden und Kreislaufstörungen vor allem des älter werdenden Menschen. Dazu gehören: Druck und Beklemmungsgefühle am Herzen, pectanginöse, krampfartige Herzschmerzen mit Ausstrahlung in den linken Arm. Auch nachlassende Leistungsfähigkeit des Herzens im Sinne einer Cardiomyopathie sowie Altersherz sind bewährte Indikationen. Labile Hypertonie und Extrasystolie, auch andere, vor allem funktionelle Herz- rhythmusstörungen reagieren günstig auf Weißdorn.
Die oftmals mit latenter Herzinsuffizienz verbundene Depression und die damit verknüpften Schlafstörungen bessern sich nachhaltig durch diese Arznei. Bei Herzangst bringt es Beruhigung. Es hat einen Sympathicus dämpfenden Effekt und verbessert die Sauerstoffversorgung. Auch bei Schilddrüsen- überfunktionen und den begleitenden Rhythmusstörungen ist es angezeigt.
Auf der seelischen Ebene ist Crataegus ein wirkungsvolles Heilmittel für das gebrochene Herz. Es ist ein Balsam für alle, die sich verlassen fühlen oder verlassen worden sind. Weißdorn vermag das verhärtete Herz zu öffnen und befreit die Kraft der Liebe.
Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon:
In der Kategorie Signaturenlehre steht Ihnen eine breite Auswahl an Heilpflanzenbeschreibungen zur Verfügung. Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert und erweitert.

Wesen: 
Signaturenlehre_Brechnuss_nux_vomica.jpg Abb: Nux vomica (Brechnuss) Die Mutterpflanze der Brechnuss gehört in die Familie der Loganiaceen. Sie wächst zu einem 10-13 m hohen immergrünen Baum heran. Die Rinde ist schwarz- bis gelblich-grau. Er trägt hellgrün glänzende Zweige, die 
wiederholt gabelteilig gestaltet sind und lederartige glatt-glänzende, gestielte Blätter wachsen lassen. Ihre Gestalt ist breit eiförmig und sie stehen kreuzgegenständig. Die Blüten sind weiß und vereinigen sich zu doldenartigen Blütenständen. Sie bilden dabei auffallend lange Röhren und entfalten tellerförmig ausgebreitete Kronzipfel. Die Früchte sind kugelig, etwa wie ein Tennisball, von grüner bis orangeroter Farbe und enthalten in ihrem weißen, gallertartigen Fruchtfleisch zwei bis vier nussartige Samen von brauner Farbe.

Signatur: 
Die Nüsse sehen knopfähnlich aus und haben die Größe eines 2 Cent Stücks. Sie sind mit feinen Haaren besetzt. Sie sind geruchlos, aber schmecken - und hier haben wir die hinweisende Signatur - bitter, scharf und Übelkeit erregend. Die Brechnuss ist für Menschen geeignet, die zu Irritationen neigen, weil sie Reize nicht angemessen tolerieren können. Sie reagieren ärgerlich, verlieren leicht das rechte Maß im Konsum von Vergnügungen und Genüssen, die sie nicht recht verdauen können und anschließend entsprechend leiden. 

Tradition:
Strychnos war bei den griechischen Ärzten der Name für verschiedene giftige Solanaceen. Nux vomica ist dem Lateinischen entnommen und meint brechenerregende Nuss. Der auch geläufige deutsche Name "Krähenaugen" erklärt sich aus dem augenartigen Aussehen der Samen. Obwohl Blätter, Holz und Rinde des Brechnussbaumes in Indien schon lange medizinisch in Gebrauch waren, gibt es darüber keine Angaben in der Literatur. Sichere Nachrichten finden sich erst im Mittelalter durch Aufzeichnungen von arabischen Ärzten. Im 16. Jahrhundert taucht die Brechnuss in deutschen Apothekertaxen auf. 1561 gab Valerius Cordus eine gute Beschreibung. Im 17. Jahrhundert waren die Brechnüsse auch in England bekannt, wo sie bei Parkinson zur Anwendung kamen, aber im Wesentlichen zur Vergiftung von Hunden, Katzen, Krähen und Raben benutzt wurden. In Indien wurde die Droge als Tonikum und Antirheumatikum sowie gegen Schlangenbisse gebraucht.

Auch in der Veterinärmedizin wurde sie gebraucht bei Magen-Darmkatarrh und als Antidot bei narkotischen Vergiftungen. Lonicerus (1564) und Tabernaemontanus (1591) schildern die Krähenaugen als Emetikum und Purgans und fanden sie wirksam zum Austreiben der „Phlegmatischen und Cholerischen Feuchtigkeit.“ Von Haller (1755) berichtet von der starken Giftigkeit der Arznei, die wohl deshalb aus dem Gebrauch genommen wurde. Er schreibt: „Die Alten haben zwar diese Früchte unter die gifttreibende Arznei gezählt, heut zu Tage getraut man sich nimmer, dieselbe zu geben, da sie die meisten fleischfressenden Tiere töten mit vielen gichtigen Bewegungen und auch den Menschen sehr gewaltig Erbrechen machen.“ Hecker schreibt ein halbes Jahrhundert später Gegenteiliges und zählt gute Wirksamkeit bei vielen Indikationen auf, wie Wechselfieber, Dysenterie, chronischen Diarrhöen infolge gesteigerter Reizbarkeit. Auch bei Rheumatismus und Gicht fand er positive therapeutische Ergebnisse. Wie recht hat Paracelsus, wenn er erklärt: „Dosis facit venenum.“ 

Auch Hufeland fand die Brechnuss wirksam, sowohl bei Dysenterie als auch bei Obstipation und nannte zusätzlich als Indikation Nervenschwäche. Rademacher setzte die "Krähenaugen" auch gerne bei Leberleiden, Gallestörungen und Erbrechen ein. Clarus beschreibt positive Therapieergebnisse bei Kardialgien, die im Zusammenhang mit Verdauungsstörungen auftreten und beobachtete als erster ihre Fähigkeit, die Verträglichkeit von Nahrungsmitteln zu verbessern. Heute wird in der Schulmedizin nicht mehr die ganze Droge gebraucht, sondern der extrahierte Wirkstoff Strychnin, der sich vor allem als Antidot bei Narkosevergiftungen als sehr hilfreich erweist. 

Das Hauptanwendungsgebiet für die Brechnuss ist heute der Homöopathie vorbehalten. Es ist als Polychrest zu einem wertvollen und oft gebrauchten Heilmittel geworden. In manchen Schulen spricht man sogar von Konstitutionsmittel, da sehr charakteristische Symptome in der gesamten Wesenheit zu beobachten sind und manche Menschen einen Charakter haben, der den Leitsymptomen der Nux vomica Arznei ähnelt. 

Vorkommen:
Der Baum, der als Samen die Brechnuss hervorbringt, ist in Indien beheimatet. 

Inhaltsstoffe:
Die Urtinktur wird aus den getrockneten Samen hergestellt. Es sind drei Alkaloide, die für die Wirkungen der Droge verantwortlich sind. Strychnin, Brucin und Vomicin. Strychnin entfaltet seine Wirksamkeit am zentralen und vegetativen Nervensystem und führt zunächst zu Übererregung und Schärfung der sinnesorganischen Wahrnehmung, aber gleichzeitig zu Erschlaffung und Lähmung dieser Lebensfunktionen. Brucin hat ähnliche Wirkungen, hat also auch krampferregende Wirkung, ist aber weit weniger giftig. Auch Vomicin entfaltet, wiederum schwächer die gleichen Wirkungen. Verständlich, dass die Droge in ihrer Umkehrwirkung als Homöopathikum gerne als Gegenmittel bei Überreizung des vegetativen Nervensystems, vor allem durch unmäßig gebrauchte Genussmittel oder überstarke Einwirkung von Arzneimitteln Anwendung findet. 

Indikationen: 
Nux vomica hilft zuverlässig und rasch bei allen Zuständen von Überforderung und Überreizung durch Stress, Ärger, Überarbeitung und Schlafentzug. Immer, wenn das rechte Maß überschritten wurde und der Betroffene derartige Folgeerscheinungen erlebt, ist Nux vomica das Mittel der Wahl. Es sind mürrische, reizbare Naturen, die aber auch leicht ängstlich und hypochondrisch veranlagt sind, denen Nux vomica wieder Balance geben kann, vor allem, wenn sich diese Symptome von Überreizung in Form von Magen- oder Darmstörungen somatisieren. 

Nux vomica ist ein schnell wirkendes Antidot bei Genuss- und Arzneimittelmissbrauch, die sich in Form von Überreiztheit und durch Magen- und Darmstörungen äußern, wie Gastritis, Sodbrennen, Übelkeit und spastische Abdominalbeschwerden. Es ist das wirkungsvollste „Katermittel“, das wir in der Homöopathie zur Verfügung haben. 
Es hilft auch bei spastischer Obstipation mit vergeblichem Stuhldrang und bei Hämorrhoidalstauungen. Die Brechnuss ist hilfreich bei allen Folgereaktionen auf Reize, die für den Organismus ein „zu viel“ waren. Auch bei Nahrungsmittelintoleranzen kann Nux vomica die Symptome lindern und eine bessere Verträglichkeit fördern. Schlafstörungen, bei denen der Patient um 3 Uhr nachts aufwacht als Signatur gestörter Verdauung können mit Nux vomica von der Ursache her sehr gut behandelt werden.

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