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Bärlauch (Allium ursinum) - Signaturenlehre

Vitalität, Expansionskraft, Macht

Signaturenlehre-Allium-ursinum-B__rlauch_gr.jpg Abb: Allium ursinum (Bärlauch)
Signatur:

Der Bärlauch ist eine ausdauernde krautige Pflanzenart aus der Gattung Allium und somit verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. Er gehört in die Pflanzenfamilie der Amaryllis- gewächse. Allium ursinum ist eine mehrjährige Pflanze mit einer länglichen weißen Zwiebel, aus der die Blätter und der Stängel direkt herauswachsen. Die Zwiebel ist umgeben von durchsichtigen weißlichen bis gelblichen Häuten, die sich später auf einige Borsten reduzieren. Bärlauch ist ein Kaltkeimer, die Samen müssen also eine Frostperiode durchlebt haben, bevor sie keimen. Trotz dieser zweijährigen Keimdauer vermehrt sich der Bärlauch schnell über seine Zwiebel.

Gegen Ende März bis April wachsen aus jeder Zwiebel zwei grüne, langgestielte, lanzettförmige Blätter, die bis zu 20 cm lang und 3 - 5 cm breit werden. Sie verströmen einen starken knoblauchartigen Geruch. Von oben betrachtet sind sie satt grün, von unten hellgrün. Im April und Mai bildet der Bärlauch oberhalb der Blätter eine strahlend weiße Blütendolde aus, die aus 6 - 20 sternförmigen Blüten besteht und sich an der Spitze eines 19 - 40 cm hohen blattlosen Stängels sich entfaltet. Der Querschnitt des Stängels ist stumpf dreikantig. Die Blüten bestehen aus sechs weißen Perigonblättern und sechs Staubblättern, die etwa halb so lang wie die Perigonblätter sind. Aus der Blüte bildet sich eine dreigeteilte Kapsel mit jeweils einem halbrunden, schwarzen Samen.

Beeindruckend am Bärlauch ist seine dichte und großflächige Ausbreitung. Er bedeckt im Frühjahr gewaltige Flächen von Laubwäldern beinahe lückenlos. Wo er Fuß gefasst hat, bleibt kaum Raum für andere Frühlingspflanzen. Die flächendeckende Ausbreitungskraft wird begleitet von einem intensiven dominierenden Knoblauchduft.

Wenn wir uns weiter in die Signatur vertiefen, finden wir, dass der Bärlauch seine Blattseiten beim Aufwärtswachsen verdreht. Aufgrund der zunehmenden Schwerkraft der aufstrebenden Blätter biegen sich diese immer weiter rückwärts und so wird die Unterseite scheinbar zur Oberseite. So nutzt der Bärlauch die schnellste und einfachste Methode, um mit dieser Formgestaltung sich möglichst machtvoll und bodenbeschattend auszubreiten, er fackelt nicht lange mit weiteren Differenzierungen, um sein Ziel zu erreichen.

Aus seiner Signatur können wir erkennen, dass der Bärlauch die Fähigkeit besitzt, einen Nährboden expansiv und dominierend in Besitz zu nehmen und unerwünschten anderen Arten oder Besiedlern auf diese Weise nachhaltig die Wachstumsmöglichkeiten entzieht.

Tradition:

Bärlauch ist schon seit der Zeit der Germanen und Kelten bekannt. Selbst in der Jungsteinzeit fand man in einigen Siedlungen des Alpenvorlandes Überreste von Bärlauch. Wahrscheinlich wurde Bärlauch schon vor über 5000 Jahren als Küchenkraut verwendet, wobei die heilenden Wirkungen der Pflanze gleichermaßen Beachtung fand. Der Artname Allium ursinum wurde 1753 von Carl von Linné erstveröffentlicht. Der Name geht auf das lateinische Adjektiv Bär zurück. Schon Plinius beschreibt die Heilpflanze unter dieser Bezeichnung.

Der Name mit dem Hinweis auf den Bären findet vielleicht seine Erklärung darin, dass man in der Volksweisheit berichtete, dass der Bär, wenn er aus dem Winterschlaf erwacht und extrem geschwächt ist, als erstes Bärlauchblätter frisst und damit eine Blutreinigung und Erneuerung seiner Lebenskraft erreicht. Im Mittelalter wurde Bärlauch als Herba salutaris bezeichnet und als Arznei- und Nahrungspflanze genutzt. Ihm wurden unheilabwehrende Eigenschaften zugeschrieben.

In der Volksmedizin wird er bis heute aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung gegen Gärungsdyspepsien sowie als Karminativum gebraucht. Weitere Einsatzbereiche sind Hochdruck und Gefäßverkalkung. Auch bei Wurmbefall hat sich die Heilpflanze bewährt.

Vorkommen:
Der Bärlauch ist in feuchten, schattigen Laubwäldern in Europa, Nordasien und Nordamerika zu finden. Insbesondere in Auenwäldern wächst der Bärlauch zu dichten Beständen heran. In Deutschlang ist er vor allem im Süden verbreitet. Bevorzugte Waldgesellschaften sind Ahorn, Eschen, Eichen und Ulmen-Mischwälder. Er liebt kalkreichen Boden.

Inhaltstoffe:
Frische Blätter enthalten rund 0,005% Allicin, 0,5% Alliin und 0,07% Methyl-L-cystein-sulfoxid. Neben diesen schwefelhaltigen Verbindungen kommen noch Flavonoide, Prostaglandine, blattspezifische Lektine und Vitamin A, B und F vor.

Indikationen:

Bärlauch schenkt der Seele neue dynamische Lebenskraft und große Expansionsfähigkeit, um neue Horizonte zu erobern. Er gibt Zuversicht und überwindet behindernde Zweifel.

Bärlauch ist ein mächtiger Blutreiniger, der besonders im Frühjahr die Lebensgeister weckt und den Stoffwechsel bereinigt nach den langen und bewegungsarmen Wintermonaten. Weiterhin ist er hilfreich bei Hypertonie und Gefäßsklerose. Er eignet sich hervorragend zur Ausleitung von Schadstoffen, auch Schwermetallen, über die Niere. Erfolgversprechend ist er auch bei chronischen Darmstörungen und Wurmbefall.

Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon:
In der Kategorie Signaturenlehre steht Ihnen eine breite Auswahl an Heilpflanzenbeschreibungen zur Verfügung. Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert und erweitert.

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