Kommt bei Homöopathie die Wirkung durch den Glauben? Umgekehrt.

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Schafgarbe (Achillea millefolium) - Signaturenlehre

Polarität, Unterscheidungsvermögen, Assimilationsfähigkeit

Signaturenlehre-Schafgarbe-alchemilla-millefolium-gr.jpg Abb: Schafgarbe (Achillea millefolium)

Wesen:
Die Schafgarbe ist die Heilpflanze der Krieger, die Wunden der kämpferischen Auseinandersetzungen heilen kann und allzu kämpferisches Potential mildert durch distanzierte Unterscheidungsfähigkeit. Mildert die schmerzhaften Folgen von allzu starken Reizen und macht sie auf der seelischen und körperlichen Ebene leichter verdaulich.

Signatur:
Die Schafgarbe ist ein äußerst winterharter Korbblütler. Die Stängel werden bis zu 60 cm hoch. Der Blütenstand der Schafgarbe ist im Gegensatz zu sonstigen Doldenblütlern nicht regenschirmartig nach außen gewölbt, sondern die Blüten sind in eine Ebene an der Spitze hinaufgezogen. Sie bilden eine Ebene, die dem Stängel aufgesetzt erscheint. Von der Seite hat man das Gefühl eines "T", polares Aufeinanderstehen zweier Ebenen im Raum. Die Blüten sind weiß oder rosa. Eine weitere Gegensätzlichkeit bildet die Gestaltung der Stängel und der Blätter. Die Stängel sind grob, hölzern und hellgrün. Wenn man sie auf einen Tisch fallen lässt, gibt es ein klackerndes Geräusch. Die Blätter dagegen sind weich, blaugrün und äußerst fein, zweifach fiederteilig. Die Blätter wirken wie aufgesetzt und dem Stängel fremd. Das Ausmaß der Differenzierung eines Schafgarbenblattes ist außergewöhnlich (Millefolium !). Auch bei Duft und Geschmack können wir zwei ganz verschiedenartige Qualitäten feststellen. Die Schafgarbe schmeckt einerseits bitter hat aber andererseits einen schwebendes duftiges Aroma. Eine weitere Besonderheit ist das Leuchten der Blüten. Es ist ein inneres Leuchten in der äußeren Gestalt. Im Gegensatz zu anderen Korbblütlern sind die inneren Röhrenblüten ebenso weiß gefärbt, wie die äußeren Zungenblüten.

Tradition:

Der Name soll von Achilles, dem Heros aus dem trojanischen Krieg stammen, der die Pflanze entdeckt und gegen Wunden angewendet haben soll. "Mille = tausend" und "folium = Blatt" beziehen sich auf die fein verteilten zahlreichen Laubblätter der Schafgarbe. Der Ausdruck „Garwe“ ist altdeutsch und bedeutet Gesundmacher. In der landwirtschaftlichen Heilkunst verwendete man die Schafgarbe, wenn Schafe nicht gediehen, nachdem man beobachtet hatte, dass Schafe, wenn sie krank sind diese Pflanze bevorzugt fressen und dadurch genesen. In Österreich heißt die Heilpflanze deshalb auch das Bauchwehkraut. Dioskurides beschreibt die Heilpflanze als wirksam bei Blutungen, Geschwüren und Fisteln. Auch in den mittelalterlichen Schriften wird das Mittel als hochwirksames Hämostyptikum beschrieben.

Die Heilpflanze ist im Arzneischatz der Hildegard von Bingen enthalten und wurde von Matthiolus und Bock als „köstliches Wundkraut bei allen blutenden inneren und äußeren Wunden“ gelobt. Hahnemann schreibt: “In gemäßigten Gaben ist das Millefolium Kraut gegen chronische Blutflüsse sehr hilfreich.“ Die volkstümlichen Namen, wie „Blutkraut“ oder „Wundkraut“ weisen auf ihre wertvolle Heilhilfe bei blutigen Wunden und Verletzungen. Auch, wenn der Verdauungsapparat geschädigt ist, wurde diese Heilpflanze gerne gebraucht. Die Esten nennen die Heilpflanze das „Beilhiebkraut“. In allen traditionellen Schriften wird es als hilfreich auch bei Hämorrhoiden genannt. Eine interessante Beschreibung stammt von Flamm und Eckstein aus den Schriften der „Kneippkräuter“. Sie haben Untersuchungen bei Myodegeneratio cordis und Angina pectoris durchgeführt und sehr gute Ergebnisse vor allem im Hinblick auf die krampflösende Wirkung des Schafgarbensaftes in solchen Fällen beobachtet.

Vorkommen:
Die anpassungsfähige Staude wächst in fast allen Klimazonen. Man findet sie in ganz Europa, Nordamerika und Nordasien. Sie bevorzugt trockenen Boden auf Wiesen, Weg und Feldrändern.

Inhaltsstoffe:
Das ätherische Öl enthält bis zu 40% Azulen, weiterhin Chamazulen, Zineol, Kampfer und Karyophyllen, sowie verschiedene Bitterstoffe. Daneben findet man Kumarine, Flavonoide und Tanningerbstoffe. Der Gehalt der Inhaltsstoffe ist bei verschiedenen Pflanzen und Unterarten sehr unterschiedlich.

Indikationen:
Auf der seelischen Ebene kann die Wesenskraft dieser Heilpflanze eine wesentliche Entscheidungshilfe geben in Grenzsituationen, wo gegensätzliche Möglichkeiten klar erkannt und gründlich erwogen werden müssen. Oft ist dann die Entscheidung für den goldenen Mittelweg die klügste und lässt den Menschen nicht in der Zerissenheit des Gegensätzlichen „ausbluten“. Wertvolle Schützenhilfe im Kampf des Lebens, der seine Wunden geschlagen hat.

Auf der körperlichen Ebene ist die Schafgarbe ein wertvolles, leicht in Vergessenheit geratenes Heilmittel bei Menstruationsbeschwerden mit der Tendenz zu Metrorrhagie, sie ist hilfreich bei venösen Durchblutungsstörungen, Krampfaderleiden und bei Hämorrhoiden als Blutstillungsmittel. Auch bei Verdauungsstörungen wird sie erfolgreich eingesetzt, da die enthaltenen Bitterstoffe den Gallenfluß anregen. Es regt den Appetit an. Äußerlich wird es bei entzündlichen Haut- und Schleimhauterkrankungen eingesetzt und als Wundheilungsmittel.

Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon:
In der Kategorie Signaturenlehre steht Ihnen eine breite Auswahl an Heilpflanzenbeschreibungen zur Verfügung. Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert und erweitert.

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