Kommt bei Homöopathie die Wirkung durch den Glauben? Umgekehrt.

Inhalt:

Immergrün (Vinca minor) - Signaturenlehre

Dauerhaftigkeit, Flexibilität, Gelassenheit

Signaturenlehre-Immergr__n-Vinca-Minor-gr.jpg Abb: Immergrün (Vinca minor)Signatur:

Der teilweise verholzte Halbstrauch stammt aus der Familie der Immergrüngewächse. Die nicht blühende Sprosse dieses 15 - 20 cm hoch wachsenden Strauches liegen am Boden und decken diesen schützend zu, während die blühenden Sprossen aufrecht stehen. Die immergrünen lederartigen Blätter sind länglich, lanzettlich und vermitteln die Eigenschaft des Ausdauernden, Unverwüstlichen und sind durch keine Jahreszeiten zu beeinträchtigen. Daher wirken sie alterslos, als Bodendecker unserer Wälder halten sie heiße Sommertage ebenso geduldig aus wie frostkalte Winternächte. Die hellblauen zarten Blüten entfalten sich auf einem langen Stiel. Die 5 Blütenblätter muten wie ein sich drehendes Windrad an, so als seien sie in Bewegung oder für eine anstehende Drehbewegung bereit. Sie haben einen fünfteiligen Kelch mit lanzettlichen Zipfeln, der kürzer ist als die Röhre der Blumenkrone. Die Blumenkrone leuchtet in einem hellen Blau, hat eine fünfkantige Röhre und einen fünfzipfligen Saum, sowie fünf Staubgefäße und zwei Fruchtknoten. Die Blüten entfalten sich im Frühling, unbeirrbar, ob noch kalte Nächte oder schon warme Frühlingstage von der Natur produziert werden. Ihre Hauptblütenzeit ist April bis Mai. Die Blätter haben einen stark bitteren Geschmack. Die nicht nachlassende Kraft, mit der die Pflanze immer neue Winden flicht, die den Boden bedecken und überall sich aufrichtende langstielige Blüten hervorbringt zeigt uns die Dauerhaftigkeit des Lebens, auch wenn lebendige Formen sich auflösen, um neue hervorzubringen.

Tradition:
Der ursprüngliche Name der Heilpflanze wurde von Plinius niedergelegt und hieß: „Vinca pervinca und meint umwinden und unermüdlich immer neu umwinden. Schon Dioscurides berichtet von der guten Wirkung der Vinca, wenn man Blätter und Stängel mit Wein trinkt. Mit Essig getrunken galt sie als heilsam bei Bissen giftiger Schlangen und Spinnen. Zahnschmerzen wurden gelindert, wenn man die bitteren Blätter kaute. Die berühmte Frau von Sevignée aus Paris schrieb 1684 an ihre Tochter, die an einer Brustentzündung litt, sie möge nur das recht bittere grüne Immergrün anwenden. In den Alpen hängte man geweihte Immergrünkränze auf, um die Blitzgefahr abzuwenden. Auch galt das Immergrün als wirksam, um die Toten vor Verwesung zu beschützen. Es wächst ja auch auf vielen Gräbern als schützende immergrüne Abdeckung. Matthiolus lobt die Vinca als Hämostyptikum und Adstringens bei allen Blutungen und auch bei Bissen giftiger Tiere. Vinca wurde auch in die Homöotherapie aufgenommen. In der Volksmedizin gilt es als blutreinigend, diuretisch und antikatarrhalisch.

Vorkommen:
Vinca wächst in Europa in feuchten kühlen Laubwäldern, gerne in der Nähe von Buchen. In Gärten und Anlagen wird das zierliche Gewächs gern als Bodendecker gepflanzt.

Inhaltsstoffe:
Alkaloide, vor allem Vincamin, dazu Terpene, Flavonoide und Bitterstoffe sowie Gerbstoffe.

Indikationen:
Vinca bewahrt vor Erstarrung, erhält die geistige Flexibilität. Es hilft Vergangenes, was bedeckt gehalten wurde, zu verwandeln. Es vermittelt eine verlässliche und heitere Gelassenheit.

Hilfreich bei zerebralen Durchblutungsstörungen mit entsprechenden Ausfallserscheinungen beim älteren Menschen. Es vermag den Harnfluss zu steigern, Magen- Darmstörungen zu lindern und unterstützt bei Blutungen der Haut und der Schleimhaut.

Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon:
In der Kategorie Signaturenlehre steht Ihnen eine breite Auswahl an Heilpflanzenbeschreibungen zur Verfügung. Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert und erweitert.

  1. Zurück zur Übersicht
  2. Seite drucken

Copyright:

© 2009 – 2018, PEKANA

Fußnavigation:

Kontaktinformationen:

PEKANA Naturheilmittel GmbH
Raiffeisenstraße 15, D-88353 Kißlegg, Telefon +49 (0)75 63 9 11 60, Fax +49 (0)75 63 28 62
www.pekana.de, info@pekana.com