Kommt bei Homöopathie die Wirkung durch den Glauben? Umgekehrt.

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Steinklee (Melilotus officinalis) - Signaturenlehre

Leichtigkeit, Offenheit, Fließen

Signaturenlehre-Steinklee-Melilotus-officinalis-gr.jpg Abb: Steinklee (Melilotus officinalis)

Signatur:
Die zweijährige Pflanze gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler. Sie hat eine starke Pfahlwurzel. Der kahle Stängel wird bis zu einem Meter hoch und trägt dreizählige Laubblätter. Die Blättchen sind länglich, verkehrt eiförmig. Die gelben Schmetterlingsblüten sind in Trauben angeordnet. Ihre Flügel sind länger als die Schiffchen, was den Blüten die Leichtigkeit verleiht. Die Flügel sind gleichlang wie die Fahne der Staubgefäße und vermitteln den Eindruck von freiem ungebremstem Offensein. Der Geruch, vor allem des getrockneten Krautes ist stark, leicht süßlich wie nach frischem Heu, der Geschmack ein wenig bitter. Wegen des starken Geruchs des getrockneten Krautes bewährt es sich in allen Kleider- und Wäscheschränken gegen Motten. Die Blütezeit ist von Juli bis September.

Tradition:
Bereits die Hippokratiker, Dioskurides und Plinius berichten von dem Heilmittel Melilotus officinalis und erwähnen die zusammenziehenden und erweichenden Wirkungen auf „hitzige Geschwülste“, besonders  der Augen und der Aftergegend. Hippokrates gebrauchte den Steinklee als Pflaster bei vereiterten Geschwüren. Innerlich wurde der Steinklee von den Alten gegen Magenschmerzen, Magengeschwüre und Leberleiden gebraucht. Im Mittelalter fand das Steinkraut Anwendung als schmerzstillendes, beruhigendes, harn- und schweißtreibendes, erweichendes und zerteilendes Mittel. Bock (1565) beschreibt es beispielsweise als Geschwürserweichend, zerteilend und schmerzlindernd. Matthiolus gebraucht den Steinklee für Auflagen bei Magen- und Kopfschmerzen. In der Homöopathie wird der Steinklee bis heute bei Kopfschmerzen und Migräne empfohlen.

Vorkommen:
Der echte Steinklee ist in Europa und Asien beheimatet. Er wächst an Böschungen, trockenen Wegen und Ackerrändern, in Gebüschen und Weinbergen. In Osteuropa wird er auf Feldern angebaut.

Inhaltsstoffe:
Die Pflanze enthält ein gefäßwirksames Stoffgemisch aus Kumarinen, Kumarinverbindungen und Flavonoiden. Weiter finden sich Saponine und in den Blüten kumarinhaltiges ätherisches Öl.

Indikationen:
Aufgestaute Situationen, die vor allem den Kopf einnehmen, können mit Steinklee behandelt werden. Die Heilpflanze entlastet von emotionalem Druck.

Bevorzugt in der Homöopathie findet das Mittel Anwendung bei Kopfschmerzen, die sich durch Nasenbluten bessern. Auch Folgen von Sonnenstich lassen sich damit behandeln sowie Migräne, wie auch hypertonische und klimakterische Beschwerden. Alle Zustände von Hyperämie reagieren gut auf den Steinklee. Äußerlich ist es bewährt als erweichendes Mittel bei Geschwüren, zur Förderung von Eiterbildungen und auch bei Milchstauungen der Brust. Insgesamt wirkt der Steinklee entzündungshemmend, verbessert den venösen Rückfluss und steigert die Lymphzirkulation. Dadurch hilft er bei der Gefäßabdichtung und gegen Ödeme.

Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon:
In der Kategorie Signaturenlehre steht Ihnen eine breite Auswahl an Heilpflanzenbeschreibungen zur Verfügung. Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert und erweitert.

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