Kommt bei Homöopathie die Wirkung durch den Glauben? Umgekehrt.

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Aufrechte Waldrebe (Clematis recta) - Signaturenlehre

Standfest, Aufrecht, Zielgerichtet

Signaturenlehre-Aufrechte-Waldrebe-Clematis-recta-gr.jpg Abb: Aufrechte Waldrebe (Clematis)
Wesen:

Die aufrechte Waldrebe ist für Menschen geeignet, die keine klare Zielvorstellung haben, wenig in der Realität zuhause sind, mehr in der Vergangenheit träumen oder auf eine vage Zukunft hoffen und sich nicht dem Augenblick stellen wollen. Sie hilft aufgestaut Giftiges an die Oberfläche zu bringen und dort auszuleiten.

Signatur:
Die aufrechte Waldrebe ist eine Pflanze aus der großen Familie der vielfältig gestalteten Hahnenfußgewächse. Sie ist mit dem Wesen der Clematis vitalba wesensverwandt, ist aber im Gegensatz zu dieser keine lianenartige Kletterpflanze, sondern hat einen aufrechten Wuchs. Der Strauch erreicht eine Höhe von 50 - 150 cm. Die standfesten Stängel sind in Bodennähe verholzt, was die Standfestigkeit erhöht. Die Laubblätter sind unpaarig gefiedert, wachsen gegenständig und erreichen eine Länge von etwa 20 cm. Die 3 - 5 cm langen Teilblättchen sind eiförmig zugespitzt und fast immer ganzrandig und machen einen stabilen Eindruck. Die weißen Blüten wachsen in endständigen rispenförmigen Scheindolden. Die Pflanze ist mit einem reichen Blütenkleid ausgestattet. Die einzelnen Blüten stehen aufrecht vom Stängel ab und machen einen zielgerichteten Eindruck. Die vier Perigonblätter sind weißlich, länglich geformt und abgestumpft. Am Rande sind sie etwas filzig behaart.
Die Blütezeit ist Juni bis Juli. Ihre Blüten ziehen trotz ihres eher herben Geruchs viele Insekten an. Es entwickeln sich nach der Blütezeit zahlreiche Früchte, die mit 2 cm langen federig behaarten Griffeln versehen sind. Aus der Signatur wird sowohl aus dem Stängel als auch den abstehenden Stielen der Blüten die zielgerichtete aufgerichtete Dynamik deutlich, klare Linie in der Strukturgebung, kein verhaltenes Zögern hat hier Raum.

Tradition:

Der Name Clematis entstammt dem Griechischen und bedeutet Ranke, Sprosse. Es ist die Bezeichnung für verschiedene Schlinggewächse. Recta ist lateinischen Ursprungs und bedeutet gerade, was in dem aufrechten Stängel deutlich zum Ausdruck kommt. Clematis recta wurde erstmals im 13. Jahrhundert von dem Arzt Platearius aus der Salernischen Schule erwähnt. Matthiolus bringt einige gute Abbildungen der Pflanze, aus der er destilliertes Wasser gewann, dessen Schärfe ihm bekannt war. Tabernaemontanus nennt sie Flamma Jovis. Ein mit den Blättern bereitetes Öl wurde damals gegen Ischias und Nierenstauungen gebraucht.

Erst 1769 wurde sie von Störck aus der Vergessenheit geholt. Das frische Kraut diente ihm als blasenziehendes Mittel, den ausgepressten Saft und den Aufguss der frischen oder getrockneten Blätter benutzte man gegen Krebsgeschwüre. Wegen ihrer blasenziehenden Wirkung wurde die Waldrebe von Bettlern häufig zum Simulieren gebraucht. Matthiolus nutzte das zerquetschte Kraut als ätzendes und blasenziehendes Mittel zum Erweichen von Geschwüren, das Öl hingegen gegen Hüft- und Gliederweh und erschwertes Harnen bei Nierensteinen. Von Haller setzte die „guten Dienste“ der Rubefazientien und Vesikantien zum Ableiten und Entgiften ein. Hecker erwähnt die Clematis recta als stuhl-, schweiß- und harntreibend und benannte sie als wertvolles Ausleitungsmittel. Osiander berichtet ebenfalls von der blasentreibenden Wirkung als Therapeutikum für die äußere Anwendung. In der Volksmedizin wurde aber Clematis auch für den inneren Gebrauch eingesetzt bei chronischen Ekzemen, arthritischen Schmerzen, bei Gicht und Rheuma. Dostál aus Tschechien verwendete die Heilpflanze bei Harninkontinenz mit Erfolg, wie er berichtet.

In der Homöopathischen Schule erwähnt Stauffer die Clematis als Prophylaxe bei der Disposition zur Karzinose. Auch bei Orchitis und juckenden Dermatosen wurde von Erfolgen von ihm berichtet. Schmidt beschrieb Erfolge bei Gonorrhoe, Cystitis, Epididymitis und bei Gicht. So ist die Clematis recta eine alte Volksarznei. Die Wirkung der Pflanze ist in der Blütezeit besonders stark. Eingenommen löst sie Gastroenteritis und Reizerscheinungen der Niere aus, wie Kobert und Touton berichten. Der Saft der frischen Pflanze reizt die Schleimhaut stark und führt zur Blasenbildung.

Vorkommen:
Clematis recta wächst bevorzugt auf Kalkböden, an trockenen buschigen Abhängen und Felsen in Süd- und Mitteleuropa und Nordasien. Große Stromläufe wie Elbe, Weichsel und Donau scheinen ihr besonders zu gefallen. Im Süden und Osten der Alpen tritt Clematis oft als Begleiter der Schwarzeiche auf.

Inhaltsstoffe:
Anemonin, das wohl für die blasenziehenden Eigenschaften verantwortlich ist, ferner Fermente in Form von Oxidasen und Peroxidasen.

Indikationen:

Menschen, die sich von innerer Unsicherheit befreien möchten, die ihre Fokussierung aus der Vergangenheit in die Gegenwart richten wollen, um Klarheit für die reale Lebenssituation zu gewinnen und beherzt in ein kreatives Tatleben gehen möchten, kann diese Heilpflanze helfen. Sie unterstützt den Menschen, der Mühe hat, sich gegen Giftiges abzugrenzen.

Juckende Dermatitiden chronischer Art. Erkrankungen der männlichen Genitalorgane wie Gonorrhoe und deren Folgen, Orchitis und Epididymitis. Als gewebsspezifisches Mittel findet es auch Anwendung bei allen Drüsenerkrankungen, Schwellungen und Verhärtungen.

Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon:
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