Kommt bei Homöopathie die Wirkung durch den Glauben? Umgekehrt.

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Lebensbaum (Thuja occidentalis) - Signaturenlehre

Innehalten, Grenzen wahren, Dauerhaftigkeit

Signaturenlehre-Lebensbaum-Thuja-occidentalis_gr.jpg Abb: Lebensbaum (Thuja occidentalis)

Wesen:
Thuja ist für Menschen geeignet, die zu chaotischen oder überschießenden Reaktionen neigen und ihre Kreativität kaum im Zaum halten können.

Signatur:

Thuja ist ein immergrüner Baum aus der Gattung der Lebensbäume innerhalb der Familie der Zypressen, der bis zu 20 m hoch wächst. Seine Gestalt bleibt schmal und strebt pyramidenförmig nach oben, die dünne, locker belastete Krone wächst kegelförmig mit schmaler runder Spitze und aufwärts gerichteten Zweigen. Die Borke ist orangebraun und längsrissig. Die Äste sind waagrecht verzweigt. Ihre schuppenförmigen Blätter stehen kreuzweise gegenständig. Sie sind an den Kanten der Äste gekielt, während die auf den Flächen der Äste stehenden Blätter auf dem Rücken einen Drüsenhöcker tragen, der warzenförmig aussieht - ein Signaturhinweis auf die Indikation von Warzen. Sie sind auf der Blattunterseite hellgrün bis gelblich gefärbt.

Die Blüten sind einhäusig, die männlichen kugelig, von rötlicher Farbe und erreichen eine Größe von 1-2 mm. Die weiblichen tragen eine hellbraune Farbe und bilden sich reichlich, sodass die Baumkronen oft hellbraun aussehen. Die Frucht ist ein sich öffnender kleiner länglicher Zapfen, dessen 10-12 Fruchtschuppen bei der Reife fast lederartig sind. Die 9-14 mm großen Zapfen enthalten etwa 8 Samen. Die Samen sind ringsum geflügelt. Blütezeit ist April bis Mai. Die Pflanze ist leicht giftig.

Tradition:

Der Name wurde schon von Theophrast gebraucht. Er wird vom griechischen „opfern“ abgeleitet. Das wohlriechende Holz wurde gerne bei rituellen Opfern verbrannt. Wie alle immergrünen Pflanzen ist Thuja ein Unsterblichkeitssymbol. Sie gilt als Baum des Lebens und des Todes, weshalb man sie gerne auf Friedhöfen ansiedelt. Als im 15. Jahrhundert in Europa verbreitet wurde, man habe den Baum des Lebens in Fontainebleau gefunden, meinte man, endlich das Kraut gegen den Tod gefunden zu haben, was unter den heilkundigen in ganz Europa großes Aufsehen erregte. Offizinell waren früher die grünen Zweige unter dem Namen "Ramuli arboris vitae" als harn- und schweißtreibende Mittel in Gebrauch. In Österreich und Deutschland wurde es auch als Abortivum genutzt.

Gmelin berichtet, dass die Indianer Nordamerikas aus den jungen Trieben des dort heimischen Baumes eine Salbe gegen Gelenkschmerzen zubereiten. In Europa diente die Pflanze als Heilmittel bei intermittierendem Fieber und Hydrops, sowie bei ulzerösen Hautaffektionen. Schulz nutzte die Thujatinktur zum Vertreiben von Papillomen, Warzen und spitzen Kondylomen. Hughes-Donner gebrauchte es in der homöopathischen Schule bei Gonorrhoe, Lues, Rheuma sowie bei Impfschäden und Grippeneuralgien. Wizenmann (1930) bezeichnet sie als Hauptmittel für erworbene konstitutionelle Schädigung durch Pocken und Impfvergiftungen und bei allgemeiner Dyskrasie.

Vorkommen:

Die Heimat der Thuja ist Nordamerika und Ostkanada, der immergrüne Lebensbaum wird aber in ganz Europa angesiedelt.

Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe, Flavonoide, ätherisches Öl, Thujon, Sesquiterpene. Das wirksame Agens ist das Thujon- und pinipikrinhaltige ätherische Öl.

Indikation:

Bewahrt vor chaotischer Ausuferung der Lebensantriebe. Vermittelt geschlossenes Aufstreben trotz der viel verzweigten Äste, die als Signatur für viele kreative innere Impulse stehen können. Vermittelt ausdauernde Lebenskraft und bewahrt vor allem vor überschießenden „Wucherungstendenzen“ und vor Grenzüberschreitungen.

Thuja wird in Form von Salbe und als Einreibung der Tinktur äußerlich angewendet bei Gelenkschmerzen, Arthritis urica, Muskelrheumatismus und Hexenschuss. Als Tinktur findet sie verbreitet Einsatz bei Warzen und spitzen Kondylomen. In der Homöopathie findet es Anwendung in der Urtinktur bei Gonorrhöe, sonst in niedrigen bis mittleren Potenzen.

Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon:

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