Kommt bei Homöopathie die Wirkung durch den Glauben? Umgekehrt.

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Ringelblume (Calendula officinalis) - Signaturenlehre

Balsam, Heilkraft für Verwundungen, warme Ausstrahlung

Signaturenlehre-Ringeblume-Calendula-officinalis_gr.jpg Abb: Ringelblume (Calendula officinalis)

Wesen:
Es ist die Barometerblume, denn sie öffnet morgens ihre Blüten nur, wenn die Sonne scheint. Ihre Ausstrahlung ist sonnig, strahlend, heilsam und lebensfroh. So ist sie auch hilfreich für alle Situationen, in denen dem Menschen diese innere und äußere Heilheit verloren gegangen ist, wo die heitere, lebensfrohe innere Dynamik und Sonnenkraft fehlt oder die äußere Haut verletzt ist und nicht schnell wieder heilen kann.

Signatur:
Calendula gehört zur Familie der Korbblütler. Die vielseitige beliebte Gartenblume und Arzneipflanze wird bis 70 cm hoch. Ihr aufstrebender, verzweigter Stängel und ihre lanzettlichen bis eiförmigen Blätter sind dicht behaart, also warm umhüllt. Sie ist anspruchslos und sät sich immer wieder selbst aus und erfreut das Auge mit ihrer orange-goldenen Blütenpracht. Über Calendula Blüten ist eine lebendige Sonnenkraft wahrnehmbar.

Die inneren Röhrenblüten des Blütenkorbs sind unfruchtbar. Die Frucht der fruchtbaren Randblüten ringelt sich mehr oder weniger nach innen, bis sie die unfruchtbare Innenfläche vollständig zugedeckt hat. Sie hat die Tendenz, Schwachstellen wirkungsvoll zu verdecken. Eine weitere Eigenschaft unterstreicht diese Tendenz. Wenn man den Stängel der Ringelblume abschneidet, bildet sich schnell eine kompakte, abdichtende Schicht aus Pflanzensaft. Die „Wunde“ wird wirkungsvoll verschlossen. Die Blütezeit ist Juni bis September. Sie riecht schwach, aber charakteristisch. Der Geschmack ihrer Blüten ist zart bitter und leicht salzig.

Tradition:
Der Name ist aus dem Lateinischen abgeleitet von calendae, weil sie mit dem Sonnenaufgang aufgehen und sich mit dem Untergang der Sonne schließen und so wie ein Kalender ihren Rhythmus einhalten. Der deutsche Name Ringelblume bezieht sich auf die inneren ringförmig gewundenen Früchte der Pflanze. Bei Karl dem Großen findet man sie als Heilpflanze im Capitulare erwähnt. Albertus Magnus beschreibt sie als wirksam beim Biss wilder Tiere.

Aus Schlesien stammt das Rezept der berühmten Ringelrosenbutter, die dem verdorbenen Magen auf geschmiert wahre Wunder vollbringen soll. Dazu werden die Ringelblumenblätter zerquetscht und mit Ziegenbutter vermengt. Äußerlich wurde der Blumensaft gegen Warzen und Flechten, sowie Krätze mit Erfolg eingesetzt.

Im Volksglauben hat die Ringelblume in allen Ländern immer eine große Rolle als Liebensmittel gespielt. Matthiolus hat die Calendula bei Krebserkrankungen eingesetzt. Die Pflanze wurde deshalb auch Herba cancri genannt. Es wurde bis Mitte des 19. Jahrhunderts als Modemittel bei Krebs vielfältig eingesetzt, wobei man das Augenmerk auf die stark ausleitende und entgiftende Wirkung legte.

Hildegard von Bingen lobte die Heilkraft der Calendula und für Pfarrer Kneipp war sie die Heilpflanze schlechthin. Hildegard v. Bingen, Lonicerus, v. Haller beschreiben hilfreiche, entgiftende Wirkungen durch die Schweiß treibenden, allgemein entstauenden und ausleitenden Effekte. Immer wieder begegnen uns Hinweise auf Erfolge bei Krebsleiden, vor allem auch im Magenbereich. Bei allen schlecht heilenden Wunden, selbst bei Staphylokokken Infektionen wurden Heilerfolge bei äußerlicher Anwendung beschrieben.

Vorkommen:

Sie wächst als Zierpflanze in vielen Gärten und ist inzwischen vielfach verwildert und zeigt sich bevorzugt an sonnigen Wegrändern, im Brachland und auf Schuttplätzen.

Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle mit entzündungshemmender Wirkung (typischer Duft). Weiter enthält Calendula den Bitterstoff Calenden, der carotinartige Farbstoff Calendulin, Saponine und vitaminähnliche Stoffe. Daneben kommen noch organische Säuren, verschiedene Eiweißstoffe, Fette, Wachse und Harze vor.

Indikation:

Für die Seelenkräfte des Menschen hält Calendula regenerative Sonnenkräfte bereit, die nach Verwundungen und schlecht zu verarbeitenden Verletzungen und seelischen Konfliktsituationen aufbauende Vitalität geben. Die Calendula legt einen schützenden warmen Mantel um die „wunden Stellen“.

Calendula wird bei allen Arten von Wunden eingesetzt, vor allem dann, wenn die Heilungstendenz verzögert ist, wenn Quetschungen und Defekte vorliegen, sodass die Verwundungen schlecht heilen können. Auch nach Verbrennungen oder Erfrierungen ist es bewährt. Eine weitere Indikation stellt die Parodontose dar.

Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon:

In der Kategorie Signaturenlehre steht Ihnen eine breite Auswahl an Heilpflanzenbeschreibungen zur Verfügung. Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert und erweitert.

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