Kommt bei Homöopathie die Wirkung durch den Glauben? Umgekehrt.

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Johanniskraut (Hypericum perforatum) - Signaturenlehre

Stabilität, Nervenkraft, Lichtassimilation

Signaturenlehr_Hypericum_Johanniskraut.jpg Abb: Johanniskraut (Hypericum perf.)
Signatur:

Als Pflanze des Mitsommers wird das Johanniskraut als Hartheugewächs 60-100 cm groß. Merkmale sind der stabile Stängel, die leuchtend gelben Blüten und die perforierten ovalen Blätter, die einen roten Farbstoff enthalten. Der zweikantige Stängel ist eine Rarität und wächst aufrecht mit einer leichten Spiralwindung und einem leichten Aufwärtsbogen zum Licht (Analogie zur Wirbelsäule). Die zahlreichen Seitentriebe stehen kreuzweise gegenständig und sind nach oben gerichtet, so dass jeweils zwei Seitentriebe ein auf die Spitze gedrehtes Dreieck bilden. Beim Anblick haben wir den Eindruck einer großen ausgewogenen Stabilität trotz der fehlenden Symmetrie und Gradlinigkeit des Stängels. Es ist die Unschärfe, die das Lebendige zu einem labilen Gleichgewicht führt, in dem noch ausgleichende Regulationen möglich sind.

Die goldgelben Blütenblätter sind radiär symmetrisch, ausgebreitet in einer Ebene wie Sonnenscheiben. Sie haben einen Drehsinn und erinnern an kleine Windräder. Etwa die Hälfte ist eher linksdrehend, die andere Hälfte mutet rechtsdrehend an. Rechtsdrehend ist die aufbauende Richtung der ersten Jahreshälfte, in der zweiten Hälfte des Jahres ist der linksdrehende Impuls vorherrschend. Johanniskraut blüht in der Mitte des Jahres. Signatur einer Stabilität und des Ausgleiches von Gegenbewegungen. In den Staubfäden und Staubbeuteln kommen die assimilierten Lichtkräfte, die fast wie Funken sprühen, besonders deutlich hervor. Die harmonisch geformten und ungestielten Blätter erscheinen wie punktiert durchlöchert. In Wirklichkeit sind es die durchscheinenden Zellen von Exkretbehältern.

Beim Zerdrücken der Pflanze tritt ein blutroter Saft aus, die Farbe des dynamischen Willens, den das Johanniskraut entfachen kann. Es riecht aromatisch und hat einen herb-bitteren zusammenziehenden Geschmack.

Die zur Zeit der Sommersonnenwende blühende Pflanze hat eine sehr starke Aufnahmefähigkeit von Licht, die sie für den Menschen in Nervenkraft umwandelt. Die Nerven sind die Schnittstelle von Seele und Körper und dort ist die Wesenskraft von Johanniskraut wirksam. Überall, wo ein Mangel an Lichtkraft im Organismus, sowohl körperlich als auch seelisch vorliegt, hilft der Lichtimpuls dieser Heilpflanze. Auch bei Verletzungen ist sie hilfreich, gleichermaßen für Körper und Seele.

Tradition:

Johanniskraut steht auch als Symbol für das Blut von Johannes, dem Täufer und Christi Blut. Man sah in ihm eine Gnadengabe zur Genesung von Kummer. Schon im Altertum wurde das Johanniskraut als Heilpflanze geschätzt. Wir finden Hinweise darauf bei Dioskurides. Damals wurde es bevorzugt bei körperlichen Verletzungen, Vergiftungen und Brandwunden eingesetzt.

Paracelsus lobt es bei "tollen Phantasien". Ebenso betonte er, dass "keine bessere Arznei für Wunden in allen Ländern gefunden werden könne". Bock, Matthiolus und Weinman gebrauchten es auch gerne bei allen Verletzungen und zur Wundheilung. Immer wieder fand Johanniskraut auch bei Neuralgien aller Art erfolgreich Anwendung. So kommt auch der treffliche Ausdruck zustande, dass "Hypericum das Arnica der Nerven sei".

Vorkommen:

Johanniskraut ist in ganz Europa, Westasien und Nordafrika anzutreffen. Man findet es an sonnigen und trockenen Weg- und Feldrändern und in lichten Wäldern.

Inhaltsstoffe:

Hyperizine, Flavonoide, Saponine, Gerbsäure und ätherisches Öl. Hyperforin, ein Stoff, der aus den Blättern gewonnen wird, wirkt antibiotisch.

Indikationen:

Johanniskraut ist eine nervenstabilisierende Heilpflanze. Die Heilwirkung greift sowohl auf der seelischen als auch auf der körperlichen Ebene. Sie hat in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung bei allen psychovegetativen Störungen gewonnen; zudem auch bei Depressionen und bei Antriebsmangel. Sie vermag nervöse Unruhe und Schlafstörungen auszugleichen.

Hypericum hilft bei Schnitt- und Stichwunden, Nervenverletzungen, Ischialgien, Rückenschmerzen, Verbrennungen ersten Grades, Herpes und Neuralgien. Eine seltene Nebenwirkung ist eine Photosensibilisierung.

Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon:
In der Kategorie Signaturenlehre steht Ihnen eine breite Auswahl an Heilpflanzenbeschreibungen zur Verfügung. Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert und erweitert.

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