Kommt bei Homöopathie die Wirkung durch den Glauben? Umgekehrt.

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Küchenschelle (Pulsatilla pratensis) - Signaturenlehre

Stabilisierung emotionaler Überempfindlichkeit.

Signaturenlehre Pulsatilla K__chenschelle.jpg Abb: Pulsatilla (Küchenschelle)
Signatur:

Die Küchenschelle ist eine Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Gleichzeitig besteht eine genetische Verwandtschaft zu den Windröschen, den Anemonen, deren Blütezeit ähnlich im Frühjahr ist. Der botanische Gattungsname leitet sich aus dem Lateinischen ab: "Pulsare" für läuten, schlagen und bezieht sich auf die glockenförmigen Blüten vieler Arten der Pulsatilla Familie.

Die Kuhschellen sind ausdauernde, krautige Pflanzen. Sie bilden aufrechte Rhizome als Überdauerungsorgane. Blätter und Stängel sind meist lang, bis 30 cm hoch. Sie muten weich an und zeigen sich silbergrau behaart. Die in grundständigen Rosetten zusammen stehenden Laubblätter sind lang gestielt. Sie sind gefiedert oder gefingert, mit fiederspaltigen oder fiederschnittigen Fiederblättchen.

Am Blütenstandschaft befindet sich ein Quirl aus drei in unterschiedlichem Ausmaß reduzierten und am Grund meist miteinander verwachsenen Blättern, die eine glockenförmige Hülle bilden. Die zwittrigen Blüten stehen einzeln am Ende des Stängels. Die weiß, rosa oder violette Blütenhülle besteht aus zwei untereinander kaum verschiedenen Kreisen aus jeweils drei Blütenhüllblättern, die außen meist dicht zottig behaart sind. Die Form ähnelt einer Kuhschelle.

In der Mitte finden sich viele gelbe bis purpur gefärbte, freie Staubblätter und eine Reihe Staminodien. Die Fruchtblätter besitzen jeweils nur eine Samenanlage. Die langen Griffel sind federförmig und vergrößern sich bis zur Fruchtreife. Der Fruchtstand ist kugelig. An ihm stehen viele kleine. Spindelförmige Nüsschen zusammen, die sich jeweils aus einem freien Fruchtblatt entwickelt haben. Der Griffel, stark verlängert und zottig behaart, bildet einen Federschweif. Die Früchte der Küchenschelle sind Federschweifflieger und bohren sich mit scharfen Spitzen durch hygroskopische Bewegungen noch tiefer in den Boden.

Aus dieser Signatur können wir wahrnehmen, dass diese Heilpflanze trotz ihrer Zartheit und scheinbaren Schutzbedürftigkeit in Wirklichkeit sich mutig den Unbillen von Kälte und Stürmen aussetzt. Sie ist nämlich vor allem in der nördlichen Halbkugel beheimatet. Neben ihrer Schönheit besitzt sie auch die Durchsetzungsfähigkeit, um ihren Fortbestand zu sichern.

Tradition:

Die Heilpflanze ist unter die giftigen Kräuter einzustufen, weshalb sich ihre Biografie erst durch die Homöopathie erschließt. Hahnemann hat die Tugenden der Heilpflanze sehr differenziert ergründet und so die typischen Leitsymptome körperlicher und seelischer Art ermittelt. Insgesamt sind durch ihn durch Arzneimittelprüfungen und therapeutische Erfahrungen 1153 Symptome verzeichnet.

Im Laufe der letzten 200 Jahre hat sich Pulsatilla durch die homöopathischen Prüfungen und Therapieergebnisse aufgrund seiner vielfältigen Indikationen schnell als Konstitutionsmittel entpuppt. Es ist ein Polychrest und findet bis heute breite Anwendung in der Homöopathie, sowohl als Einzelmittel konstitutionell als auch als Komplexmittel indikationsbezogen.

Vorkommen:

Pulsatilla ist eine Gattung der nördlichen Halbkugel. Das Verbreitungsgebiet reicht von Eurasien bis Nordamerika. Insgesamt gibt es 33 Arten der Gattung der Kuhschellen. Allein in China kommen 11 Arten vor. Wegen ihrer anmutigen Schönheit ist sie auch kultiviert in unseren Gärten zu finden. Wenn man ihre zarten anmutigen Blüten anschaut, vergisst man leicht ihre Giftigkeit. Ein Widerspruch, der ihrem Wesen voll entspricht.

Inhaltsstoffe:

Protoanemonin (giftig) als antibiotisch wirksame Substanz, Gerbstoff, Harz und Saponin. Das Anemonol aus den Blättern verliert beim Trocknen seine Wirkung.

Indikationen:

Die Priorität der Anwendung betrifft das weibliche Geschlecht. Es sind Schüchternheit, leichte Kränkbarkeit und zugleich Nachgiebigkeit, die die Gemütsverfassung prägen. Es besteht die Neigung, den Kopf in den Sand zu stecken und eine Auseinandersetzung mit der Lebensrealität zu vermeiden. Pulsatilla hilft auch, wenn eine weinerliche depressive Verstimmung besteht, die sich durch Zuwendung und guten Zuspruch bessern lässt. Besonders passend ist Pulsatilla, wenn die psychische Schwäche sich im Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus zeigt.

Es sollen die Wesentlichsten unter den vielen Symptomen zusammengefasst werden: Krampfaderleiden, Hauterkrankungen, Entzündungen und Entzündungsneigungen der Atemwege, Erkältungsneigungen; Entzündungen der Verdauungsorgane; Entzündungen der weiblichen Genitalorgane; Regelstörungen; Blasenentzündungen; Mittelohrentzündungen; Kinderkrankheiten. Charakteristisch bei allen Entzündungen ist die eher sanfte Ausprägung und die Neigung zu milden Exsudationen. In der Kinderheilkunde ist Pulsatilla sehr bewährt, um die gleichzeitige seelische Schwäche auszugleichen.

Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon:
In der Kategorie Signaturenlehre steht Ihnen eine breite Auswahl an Heilpflanzenbeschreibungen zur Verfügung. Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert und erweitert.

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