Kommt bei Homöopathie die Wirkung durch den Glauben? Umgekehrt.

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Brennnessel (Urtica) - Signaturenlehre

Wehrhaftigkeit, Willenskraft, Reinigung.

Brennnessel Urtica Signaturenlehre_2.jpg Abb: Brennnessel (Urtica)
Signatur:

Aus der Familie der Brennnesselgewächse stammend wird die Pflanze 1,20 - 1,50 cm hoch. Sie besitzt einen ausdauernden, kriechenden, stark verästelten Wurzelstock. Die Stängel sind vierkantig und mit kurzen Borsten und langen Brennhaaren besetzt. Die gegenständigen, eiförmigen bis länglichen Blätter sind am Grunde herzförmig oder abgerundet, am Rand aber grob gesägt. Sie sind ebenfalls mit Borsten und Brennhaaren ausgestattet. Die Blütenzweige tragen in der Regel nur männliche oder weibliche Blüten. Diese sind unscheinbar, grünlich und windblütig. In den weiblichen Blüten findet sich ein oberständiger Fruchtknoten mit großen, pinselförmigen Narben. Die Frucht ist ein kleines, einsamiges Nüsschen. Die männlichen Blüten richten sich vor allem in der Wärme ruckartig auf und streuen beim Öffnen den Blütenstaub in Form eines Wölkchens aus. Insgesamt stehen die Blüten wie Würstchen oder Raupen vom Stängel ab und verleihen dem Blütenstand eher einen tierhaften Charakter.

Bei Berührung der Brennhaare bricht deren kugelförmige Spitze ab und es entsteht eine scharfkantige Kanüle durch die das Gift in die geritzte Haut fließt. Das Gift besteht aus Stoffen, die sonst nur im Tierreich vorkommen, wie Acetylcholin, Serotonin, Ameisensäure. Es führt zu Rötung, Brennen, Juckreiz und Quaddelbildung.

Die Urtica wächst bevorzugt in übersäuerten, mit Stickstoff angereicherten Böden. Sie erfüllt eine wesentliche Aufgabe, in dem sie den Böden den überschüssigen Stickstoff entzieht und das biologische Gleichgewicht wieder herstellt. Die Urtica nutzt den Stickstoff, um Eiweißverbindungen aufzubauen, wodurch sie vor allem für Raupen und andere Insekten zu einem begehrter Futterplatz wird. Durch den hohen Eiweißgehalt tritt rasch Fäulnis ein, wenn man die Pflanzen ins Wasser legt. Aus der Brennnesseljauche wird ein natürlicher Dünger und dient als biologisches Pflanzenschutzmittel gegen Schädlinge. Die Urtica blüht im Sommer und Herbst. Der Geruch der Blüten ist kaum wahrnehmbar, ihr Geschmack schwach bitter.

Tradition:

Schon in der Antike war die Brennnessel als Heilpflanze bekannt. Der Grieche Dioskurides schreibt, dass sie menstruationsfördernd, erweichend, wind- und harntreibend wirke und gut gegen Hundebiss, krebsartige Geschwüre und alle schwerwiegenden Entzündungen sei. Die Pflanze wird auch von Hippokrates aufgeführt. Der Römer Plinius und andere Heilkundige seiner Zeit beschreiben ihre blutstillende Wirkung. Die Kräuterbücher des Mittelalters bestätigen im Wesentlichen die Indikationen der antiken Ärzte. Sowohl Paracelsus, als später auch Hildegard von Bingen hatten die Heilpflanze in ihrem Arzneischatz.

1924 fand M. Dobreff, dass die Urtica ein stark wirksames Sekretin enthält, das stärker sei als bei Spinat. Es wurde als das stärkst wirksame sekretfördernde Mittel für Magen und Pankreas eingestuft.

Der Volksmund schreibt der Brennnessel besondere Eigenschaften zu: Sie soll Pflanzenschädlinge abwehren so wie Menschen vor Krankheiten und Unglück beschützen.

Vorkommen:

Die Brennnessel kommt weltweit in allen gemäßigten Klimazonen vor. Sie wächst bevorzugt an Wegrändern, an Flussufern, im Bereich von Almhütten, wo die Böden durch menschliche oder tierische Ausscheidungen stickstoffreich sind, aber auch aus Schuttplätzen, Kahlschlägen und Ödland.

Inhaltsstoffe:

Die Blätter enthalten harntreibende Flavonoide, Silikate und histaminähnliche Substanzen. Deshalb ist sie als pflanzliche „Nosode“ nach dem Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie in Situationen hilfreich, die durch Histaminausschüttungen vor allem Hautreaktionen auslösen. Die Ameisensäure in den Brennhaaren fördert die Durchblutung. In den Wurzeln findet man Gerbsäure. In den Früchten findet man Eisen, B und C Vitamine, sowie Karotinoide.

Indikation:

Die Brennnessel unterstützt Menschen, die eine klare Abgrenzung gegenüber Angriffen von außen finden wollen und hilft bei Widerständen, um die eigenen Grundbedürfnisse und Zielsetzungen durchzusetzen. Bei aufgestauten inneren Konflikten hilft sie bei der innerlichen Bereinigung und gibt die Freiheit, neue kreative Lebensprogramme zu starten.

Urtica wirkt aufgrund ihrer stoffwechselbereinigenden Wirkung als Immunstimulans, fördert aufgrund ihres Eisen und Vitamingehaltes die Blutneubildung und ist als Basismittel bei Rheuma, Gicht, Gallen- und Leberstörungen angezeigt. Sie steigert die Diurese und lindert Prostatabeschwerden. Durch ihre entschlackende Wirkung vertreibt sie die Frühjahrsmüdigkeit. Aufgrund des hohen Vitamin B Gehalts sorgt sie für schönes glänzendes Haar.

Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon:

In der Kategorie Signaturenlehre steht Ihnen eine breite Auswahl an Heilpflanzenbeschreibungen zur Verfügung. Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert und erweitert.

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