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Walnuss (Juglans regia) - Signaturenlehre

Vitalalität, Durchsetzungskraft, Selbstbewusstsein.

Signaturenlehre-Walnuss-Juglans-regia-gr.jpg Abb: Walnuss (Juglans regia)
Signatur:                                                                                       

Der Walnussbaum ist ein kräftiger, 10 - 25 m hoher Baum mit einer breiten, lockeren Krone. Er gehört zur Familie der Walnussgewächse. Unter seinem Blätterdach und noch einige Meter darüber hinaus haben es alle übrigen Pflanzen schwer zu wachsen. Walnuss liebt warmen, tiefgründigen Boden und mildes Klima. Die unpaarig gefiederten Blätter sind in ihrer Jugend rötlich. Die männlichen Blüten sind zu blattachselständigen Kätzchen, die weiblichen zu armblütigen endständigen Ähren an den diesjährigen Zweigen vereinigt. Die Blütezeit ist Mai. Die Blätter duften beim Zerreiben aromatisch, schmecken aber etwas bitter und kratzend. Die ovalen grünen Früchte umschließen eine verholzte zweite Schale, in der der Samen, die Walnuss, als zweihälftige, der menschlichen Hirnrinde ähnlichen Nuss geborgen ist. Die Signatur des Walnussbaumes steht für Vitalität, Selbstbewusstsein und Durchsetzungskraft.

Tradition:                                                                                                                                                  

Die Griechen und Römer betrachteten Walnüsse als Speise der Götter. Der Walnussbaum galt als religiöse Kultpflanze. Wörtlich aus dem Griechischen ins Lateinische übersetzt heißt die Pflanze auch „Jupiters Eichel“. Die griechische Bezeichnung hieß: „Dios balanos“. Der „selbstbewusste" Baum hat seine heimatlichen Wurzeln in Asien und wurde von den Griechen in veredelter Form nach Vorderasien und Europa gebracht.

Auch Dioskurides nannte die Samen des Walnussbaumes die „königlichen Nüsse“. Er hielt sie für schwer verdaulich und Kopfschmerzen auslösend, gab sie aber zusammen mit Feige und Raute als hilfreiches Mittel bei Pfeilgiftverletzungen. Auch sollen sie bei Bandwurm und Bissen von tollwütigen Tieren hilfreich sein. Im „Capitulare“ Karls des Großen ist der Walnussbaum angeführt und auch Hildegard von Bingen erwähnt ihn. Mitteilungen aus dem Mittelalter fehlen oder sind spärlich. 1842 gebrauchte der Genfer Arzt Juzine die Blätter mit Erfolg bei Skrofulose. Wegen seiner stark gerbsäurehaltigen Blätter wurden die Walnussblätter von den Muslimen und in Algerien zum Festigen des Zahnfleisches und zum Reinigen der Mundhöhle gebraucht.

Lonicerus erkannte die entstauende und entzündungshemmende Wirkung der Walnussblätter und grünen Schalen. Matthiolus  und Aschenbrenner nutzten sie als Gurgelwasser bei Halsgeschwüren. Rademacher setzte sie bei skrofulösen Entzündungen ein. Auch Schulz nennt als Hauptindikation skrofulöse Prozesse, daneben hatte er auch Erfolg bei Arthritis urica, Magen-Darmkatarrh und chronischem Ekzem. Auch bei Merkurialismus, wie eine Quecksilberbelastung früher genannt wurde empfahl man Tee aus Blättern oder Nussschalen. Meyer erwähnt die getrockneten grünen Schalen als schweißhemmendes Mittel.

Leclerc setzte die Blätter wegen ihres Tanningehaltes gerne bei Tuberkulose ein. Hynek stellte 1913 die günstige Wirkung auf die Koagulation des Blutes fest, weshalb dieses Mittel in der Folge auch gerne bei Tuberkulose und Blutungen im Lungenbereich eingesetzt wurde. Man nutzte diese blutstillende Wirkung des Walnussextraktes auch präoperativ im gynäkologischen und HNO Bereich, gerade bei anämischen und geschwächten Patienten.

Vorkommen:                                                                                                                                  

Ursprünglich war der Walnussbaum im vorderen Orient und in Asien beheimatet. Heute trifft man ihn in ganz Europa, Nordafrika und Nordamerika.

Inhaltsstoffe:                                                                                                                                 

Walnussblätter haben einen hohen Gehalt an Tanningerbstoffen. Der Bitterstoff Juglon kommt in größeren Mengen nur in den Blättern vor. Diese enthalten auch größere Mengen an Ascorbinsäure. Weiter enthalten die Blätter noch Flavonoide, Phenolkarbonsäuren, wie Salizylsäure und ätherische Öle. Juglon und ätherisches Öl sind gegen Pilze wirksam.

Indikationen:
In der Walnuss sind Kräfte, die die Vitalität stärken und den Durchbruch in neue Lebenshorizonte ermöglichen. Sie stärken das Selbstbewusstsein und unterstützen die Durchsetzungskraft. Sie ist hilfreich, wenn eine neue Lebensorientierung und das Verlassen alter verbrauchter Lebensmuster angesagt ist.

Der Gehalt an Gerbsäure bestimmt hauptsächlich die Indikationen. So wirkt der Walnussextrakt auf Haut- und Schleimhaut zusammenziehend, entzündungshemmend und antiseptisch. Walnussblätter werden deshalb äußerlich auch bei Ekzemen, Geschwüren, infektiösen Ausschlägen und Akne angewendet. Auch zum Spülen der entzündeten Mundschleimhaut und bei Magen-Darmkatarrhen und Verdauungsschwäche. Insgesamt ist Juglans regia ein gutes Blutreinigungsmittel und Roborans, das besonders gerne bei lymphatisch-skrofulöser Diathese gegeben wird.

Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon:                                                                                               

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