Kommt bei Homöopathie die Wirkung durch den Glauben? Umgekehrt.

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Breitwegerich (Plantago major) - Signaturenlehre

Durchsetzungskraft, Reinigung, Befreiung von festgehaltenen Belastungen.

Signaturenlehre Breitwegerich Plantago Major.jpg Abb: Breitwegerich (Plantago major) 
Signatur:                                                                                      

Der breitblättrige Wegerich ist eine weit verbreitete, ausdauernde Pflanze, die sich mit ihren langfaserigen Wurzeln fest im Boden verankert. Die Blätter haben eine eiförmig bis elliptische Form, fühlen sich kräftig an und stehen als Blattrosette um die walzigen Ähren herum. Die großen bodenständigen Blätter unterdrücken alle Pflanzen in ihrer Umgebung. Deswegen wird der Wegerich im Volksmund auch als „Grasfresser“ oder „Heudieb“ bezeichnet.

Die gelblich weißen bis braunen Ähren tragen dichtsitzende Blüten mit eirunden, etwas zugespitzten Kelchblättern. Die Frucht ist eine eiförmige Kapsel mit 6-12 lichtbraunen kleinen Samen. Die Samenaußenschicht quillt bei Feuchtigkeit auf und bildet eine gallertig, klebrige Masse. Dadurch bleiben die Samen leicht hängen und werden weit verbreitet. Die Indianer bezeichnen den Breitwegerich deshalb als „Fußstapfen der Bleichgesichter“. Die Blütezeit ist von Juni bis Oktober. Die reifen Früchte sind ein beliebtes Vogelfutter. Die jungen Triebe schmecken süß.

Tradition:

Der Gattungsname Plantago stammt aus dem Lateinischen von „Planta = die Fußsohle". Die deutsche Bezeichnung Wegerich bedeutet „Wegbeherrscher“. Schon die Ärzte des Altertums kannten die adstringierende und austrocknende Kraft der Blätter von Plantago. Dioskurides nutzte Breitwegerich für Umschläge bei Lymphödem, Brandwunden, Ulcera und Hundebiss. Das gekochte Kraut wurde innerlich bei Asthma, Magenleiden mit Hypersekretion angewendet. In Griechenland wurden die Blätter gegen Kropf in Form eines Halsbandes getragen, da sie „die Drüsen verteilen“. Plinius beschreibt den Saft der Plantago als unfehlbares Mittel gegen den Biss wilder Tiere, besonders von Skorpionen.

Im Mittelalter waren ebenfalls die blutstillenden, blutreinigenden und schleimlösenden Eigenschaften weithin bekannt. Auch in den angelsächsischen Ländern war der Wegerich als großes Heilmittel bekannt. Shakespeare beschreibt es als hilfreich bei allen Hautverletzungen. Selbst in der chinesischen Volksmedizin wird der Wegerich als kühlendes und diuretisches Mittel genützt.

Paracelsus kannte die Heilpflanze als Nierenmittel und Styptikum. Bock rühmt die Heilpflanze als großartiges Wundkraut für äußerlichen Gebrauch bei allen Flechten, Geschwüren, Fisteln, Karbunkeln und setzte sie innerlich vor allem als blutstillendes Mittel (Metrorrhagie) und bei der Phtisis ein. Matthiolus rühmt den Wegerich als erstklassiges Heilmittel bei Lungenerkrankungen und Nierenschwäche. Er lobt die gute Wirkung des Wegerich als äußerlich angewendete Arznei bei „bösen, flüssigen, unreinen, umb sich fressenden, alten, hohlen Geschwüren und Schäden“ und zur Zerteilung von Kröpfen.

Die Pflanze, so wird aus der mongolischen Heilkunst überliefert, heilt alle durch Durchnässung entstandene Krankheiten vor allem der Atemwege und der Nieren. Aufgrund seiner großen Reinigungskraft für die Säfte soll er die Augen leuchtend machen. Auch in der traditionellen chinesischen Kräutermedizin wird Plantago major als Adstringens und Diuretikum verwendet. In der Homöopathie findet Plantago hauptsächlich bei kariösen Zahnschmerzen Anwendung.

Vorkommen:                                                                                                                                    

Plantago major ist ursprünglich in ganz Eurasien beheimatet. Aufgrund der leichten Verbreitungsart ist Breitwegerich heute auf feuchten Plätzen in allen Erdteilen anzutreffen.

Inhaltsstoffe:                                                                                                                                    

Kaliumsalze, Zitronensäure, Enzyme wie Invertin, Emulsin und Labenzym, das Glycosid Aucumbin.

Indikationen:                                                                                                                                         

Die bereinigende Wirkung von Plantago major wirkt sich auf seelische Konfliktsituationen aus, die „zäh“ anhaften und die Vitalkräfte am freien Fluss hindern. Sie schaffen innere Erneuerung und Klarsicht für die Gegenwart. Sie lösen seelisches Leid auf, das lange mit faulen Kompromissen gedeckelt wurde.

Alle Erkrankungen des Respirationstraktes, die mit starker, zäher Verschleimung einhergehen wie chronische Bronchitis, Pertussis und Asthma. Lokal werden die Plantagoblätter bei Wunden, varikösen Ulcera, Augenentzündungen und Lippenkrebs gebraucht. Der Plantagosaft vermag frischem Blut zugesetzt die Gerinnung stark zu hemmen. In der Homöopathie findet Plantago darüberhinaus vor allem bei Zahnschmerzen in Verbindung mit Karies und Neuralgien Anwendung.

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