Kommt bei Homöopathie die Wirkung durch den Glauben? Umgekehrt.

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Sonnenhut (Echinacea angustifolia) - Signaturenlehre

Stärke, Wiederaufrichtung, Verteidigung

Signaturenlehre Sonnenhut_Echinacea Kopie.jpg Abb: Sonnenhut (Echinacea)
Signatur:

Der Sonnenhut gehört zur Familie der Korbblütler. Er ist eine ausdauernde Pflanze, die als Staude 50 - 60 cm hoch wird. Die lanzettlichen Blätter sind am Grunde verschmälert, dreinervig und ungeteilt. Die Stängel tragen gewöhnlich nur einen Blütenkopf. Die Hüllblätter sind dachziegelartig angeordnet. Die purpurrötlichen oder weißen Strahlenblüten sind 2 - 2,5 cm lang, zwei bis dreifach gezähnt und wachsen auseinander spreizend. Der Geruch ist schwach aromatisch. Der Geschmack ist bittersüßlich und hinterlässt ein leichtes Brennen auf der Zungenspitze. Die Blütezeit ist Juli bis August. Die Früchte tragen Pappuskrönchen. Sein aufrechter Stand und die Fähigkeit zur Ausdauer lassen eine Brücke zur medizinischen Indikation schlagen.

Tradition:
Ein homöopathischer Arzt beobachtete, wie eine Indianerin Echinacea-Pflanzen zwischen Steinen zerquetschte und diesen Pflanzenbrei anschließend zum Verbinden von Wunden benutzte und bei Schlangenbissen anwendete. Durch ihn wurde der Sonnenhut zu einer der wichtigsten Heilpflanzen Nordamerikas, dessen Wirkung bei infektiösen und septischen Fieber geschätzt wird.

Walsh (1903) beschrieb die gute Wirkung des Sonnenhutes bei Karbunkeln, Abszessen, Meningitis und Typhus. Wood (1925) schrieb: „Wenn die Untersuchung des Blutes, namentlich der weißen Blutkörperchen, Eiterung erwarten lässt, ist Echinacea das Mittel par excellence, um das Eindringen und die Vermehrung der Infektionskeime zu hemmen.“

Stauffer, der die Pflanze auch bei allen septischen Prozessen nutzte, schreibt in seiner klinisch homöopathischen Arzneimittellehre: Die Pflanze nimmt bei Verbrennungen „zauberhaft den Schmerz, macht Schlaf und beschleunigt die Heilung.“ Auch bei diabetischem Gangrän machte man positive Beobachtungen, da mit der Gabe von Echinacea das Azeton rasch aus dem Harn verschwandt und sich auch der Harnzucker deutlich absenkte.

Vorkommen:
Der Sonnenhut hat seine Heimat in den Prärien Nordamerikas. Dort wächst er wild an sonnigen Hängen und in lichten Wäldern. Hier zu Lande ist er eine beliebte Gartenpflanze. Echinacea wird heute in Mitteleuropa, den USA und Russland zu medizinischen Zwecken angebaut.

Inhaltsstoffe:
Kohlenwasserstoffe, Polysaccharide, Alkylamide und Kaffeesäurederivate wie Echinazosid und Zynarin.

Anwendung:
Im seelischen Bereich führt Echinacea in Schwächezuständen zu einer Aufrichtung. Nach erschöpfenden Lebenssituationen bewirkt er eine schnelle Regeneration der Vitalkräfte.

Anwendung für den Körper: Unterstützung der körpereigenen Abwehr, Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten der Atemwege. Furunkulose, entzündliche Hauterkrankungen und Herpes. Entzündung der Prostata, der Ovarien und auch der Harnleiter. Leukopenie.

Die pharmakologisch geprüften Wirkungen sind: Anregung der Phagozytoseaktivität, antibakterielle und antivirale Potenz.

Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon:
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