Kommt bei Homöopathie die Wirkung durch den Glauben? Umgekehrt.

Inhalt:

Gänseblümchen (Bellis perennis) - Signaturenlehre

Unberührtheit, Unschuld, Unversehrtheit, Kindlichkeit.

Signaturenlehre Gaensebluemchen Bellis perennis.jpg Abb: Gänseblümchen (Bellis perennis)
Wesen:                                                                                        

Die Gänseblümchen sind Blumen für das Gemüt. Sie sind die Lieblinge der Kinder und der alten Leute, sie sind Ostara, der Frühlingsgöttin und Freya, der Liebesgöttin geweiht. Sie sind Symbol für Mütterlichkeit, da sie am Abend oder, wenn es regnet ihren Blütenkranz schützend über dem Blütenkorb schließen. Es ist immer dann nützlich, wenn diese Unversehrtheit gewaltsam erschüttert oder verletzt wird, sowohl auf der seelischen als auch auf der körperlichen Ebene.

Signatur:                                                                                      

Das Gänseblümchen gehört zur Familie der Korbblütler. Der kurzhaarige, blattlose, einblütige Stängel wird an sonnigen Plätzen bis 10 cm hoch. Die Blüte ist einfach aufgebaut, die Zungenblüten sind anfangs rosa, später weiß. Die Blütenscheibe stellt einen einfachen gelben Kreis dar. Unermüdlich strecken sie ihre Blütenköpfchen ins Licht und suchen ihre Blüte rein und frisch zu erhalten. Aus der widerstandsfähigen bodenständigen Blattrosette treiben unermüdlich immer neue Blütenstängel hervor, auch, wenn sie immer wieder abgemäht werden. Die Blätter sind dick, fleischig, zugleich aber auch glänzend, alles Zeichen seiner Robustheit und Vitalität. Die jungen frischen Blätter und die Blüten schmecken angenehm herb aromatisch bis leicht bitter. Auffallend ist, dass die Gänseblümchen fast lautlos verblühen. Die weißen Zungenblüten fallen schnell und diskret ab und die gelbe Blütenscheibe nimmt schnell das Grün des Rasens an. Das Gänseblümchen möchte augenscheinlich nur Blüte sein und sich dem Zerfall verweigern.

Tradition:
Der Name kommt aus dem Lateinischen: "bellis" bedeutet hübsch und "perennis" bedeutet ausdauernd. Das Gänseblümchen blüht ausdauernd den ganzen Sommer. Das Gänseblümchen hat viele Namen in den volkstümlichen Gebräuchen. Tausendschön, Maßliebchen, oder Augenblümlein sind die Bekanntesten. Es war früher üblich Kindern, die an Krämpfen litten, geflochtene Gänseblümchenkränze unter das Kopfkissen zu legen. Das Gänseblümchen soll den Tränen der Jungfrau Maria auf ihrer Flucht nach Ägypten entsprossen sein. Es ist für viele christliche Tugenden symbolisch: Reinheit, Anspruchslosigkeit und Bescheidenheit. Auf zahlreichen Tafelbildern der großen Meister erscheinen sie auf dem Grasteppich zu Füßen von Maria, Jeus oder Heiligen zusammen mit Veilchen und Erdbeeren.

Auf Botticellis Bild: die Geburt der Venus, reicht eine Nymphe der Göttin einen Mantel, der ganz mit Bellis bestickt ist. Zur Zeit des Minnesangs durfte der Ritter, der das Herz seiner Dame gewonnen hatte, Bellis auf sein Wappenschild gravieren. Lonicerus und Matthiolus rühmen die mächtige Wundheilungskraft des Gänseblümchens und die allgemein entstauende Wirkung, weshalb es auch bei Leber und Nierenleiden zum Einsatz kam. In der Homöopathie wird es ähnlich wie Arnica bei Folgen von Verletzungen, Verrenkungen, Quetschungen, ferner bei rheumatischen Erkrankungen und bei Dermatosen eingesetzt.

Vorkommen:
In ganz Europa und Kleinasien weit verbreitet. Bellis wächst anspruchslos auf Rasenflächen an Wegrändern, Feldern und Schuttplätzen.

Inhaltsstoffe:
Saponine, die harntreibend und stoffwechselanregend wirken, Bitterstoffe, Gerbstoffe. Stoffwechselfördernde Flavonoide und in geringen Mengen ätherisches Öl.

Anwendung:
Im seelischen Bereich wirkt Bellis überall dort, wo jemand in Folge von seelischen Übergriffen in seiner Unversehrtheit verletzt wurde oder sich verletzt fühlt. Bellis schützt die Reinheit und Unschuld kindlicher Seelen. Es heißt nicht umsonst „Maßliebchen“. Bewährt bei Störungen infolge sexueller Übergriffe.

Auf der körperlichen Ebene hilft Bellis vorzüglich bei allen Blutergüssen, "Knutschflecken" und Muskelzerrungen, insbesondere dann, wenn das Gefühl vorherrscht, Unrecht erlitten zu haben oder sich selbst durch Überforderung und Überanstrengung Gewalt angetan zu haben. In der Volksmedizin wird Bellis nach wie vor als verdauungsfördernd und schweißtreibend geschätzt, sowie als appetitanregend und krampflösend bei Kindern gebraucht.

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