Kommt bei Homöopathie die Wirkung durch den Glauben? Umgekehrt.

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Brunnenkresse (Nasturtium officinale) - Signaturenlehre

Reinigung, Erneuerung, Vitalisierung.

Signaturenlehre Brunnenkresse Nasturtium officinale.jpg Abb: Brunnenkresse (Nasturtium off.)
Signatur:

Die Brunnenkresse ist eine ausdauernde Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Die Triebe, die sich aus dem Kraut entwickeln, werden 30 - 90 cm lang, sind hohl und besitzen eine Grundachse, die reich bewurzelt ist. Die Pflanze ist sehr wasserreich, sie besitzt nur 6,9 % Trockensubstanz. Sie lebt in seichten Bächen, vor allem in deren Quellbereich, weil sie frisches, reines Wasser liebt und durch ihre Anwesenheit getrübtes Wasser sehr rasch bis zur völligen Klarheit reinigt. Die Stängel schmecken bitter, die Blätter dagegen scharf-würzig. Ihre gefiederten Blättchen sind breit elliptisch. Die meisten in lockeren Trauben stehenden weißen Kreuzblüten öffnen sich bei andauernd schlechtem Wetter nicht. Es erfolgt dann eine spontane Selbstbestäubung. Dies unterstreicht ihre widerstandsfähige Natur und demonstriert unbedingten Überlebenswillen.

Tradition:
Schon bei Dioskurides und Plinius wird die Heilpflanze wegen ihrer heilsamen Wirkung bei Entzündungen der ableitenden Harnwegen erwähnt, wo sie, wie auch in trüben Bächen, schnell eine Bereinigung herbeiführt. Weil man ihre belebende und vitalisierende Tugend aus der Erfahrung heraus kannte, wurde die Brunnenkresse zu allen Zeiten, vor allem auch im Frühjahr, als Salat oder als Kräuterzugabe verzehrt. Inzwischen sind die Inhaltsstoffe, die uns diese Wirkungen erklären, bekannt.

Auch im Mittelalter wird die Brunnenkresse in allen Kräuterbüchern wegen ihrer blutreinigenden, harntreibenden und wurmtötenden Wirkung erwähnt. Der gepresste Saft wurde als Blutreinigungskur gerne im Frühjahr angewandt, wenn die Pflanze treibt und möglichst vor der Blüte geerntet. Der wild gesammelten Pflanze wurde eine höhere Wirksamkeit zugesprochen als den kultivierten Formen, was man auch deutlich an dem schärferen Geschmack der Wildpflanze nachprüfen kann.

Paracelsus setzte die Brunnenkresse als wurmtreibendes Mittel ein. Bock und Matthiolus lobten ihre stoffwechselbereinigende und blutreinigende Wirkung. Hufeland bezeichnete die Brunnenkresse als Antidyskratikum. In den letzten Jahrhunderten wurde die positive Wirkung der Brunnenkresse bei Skorbut erkannt, was gut nachvollziehbar ist, wenn man den hohen Vitamingehalt des Krautes berücksichtigt.

Vorkommen:
Die Brunnenkresse ist in allen gemäßigten Klimazonen anzutreffen. Sie wächst in seichten Bachläufen, Quellen, feuchten Gräben oder auch im Schlamm. Besonders gut gedeiht sie auf kalkhaltigen Böden.

Inhaltstoffe:
Senfölverbindungen verleihen dieser Arzneipflanze ihre leicht reizenden und desinfizierenden Eigenschaften. Brunnenkresse besitzt einen hohen Vitamin C Gehalt: in 100 g frischem Kraut finden sich 80 g Ascorbinsäure. Nasturtium ist außerdem reich an Mineralien wie Kalium und Eisen. Auch Jod, Vitamin A und D lassen sich finden.

Indikationen:
Wenn lang andauernde seelische Belastungen zu „Schlacken“ aufgestaut wurden, und wenn die fließende seelische Kraft getrübt wurde, erweckt eine Kur mit Brunnenkresse neue Lebensgeister, erfrischt das Gemüt und lässt wieder klar sehen.

Katarrhe der oberen Luftwege, Parodontose, Vitamin-Mangelzustände, Stoffwechselverschlackung im Leber/Galle-Bereich. Gut wirksam bei Harnwegsentzündungen, besonders wenn der Urin trüb ist. Äußerlich bei unreiner Haut und Haarausfall.

Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon:
In der Kategorie Signaturenlehre steht Ihnen eine breite Auswahl an Heilpflanzenbeschreibungen zur Verfügung. Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert und erweitert.

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