Kommt bei Homöopathie die Wirkung durch den Glauben? Umgekehrt.

Inhalt:

Maiglöckchen (Convallaria majalis) - Signaturenlehre

Wiederaufrichtung der Lebenskräfte, Reinheit, Demut, Klärung

Signaturenlehre Maigloeckchen Convallaria majalis.jpg Abb: Convallaria majalis
Wesen:

Das zierliche und duftende Maiglöckchen, dessen Reinheit unser Herz berührt, ist zugleich eine ausdauernde und überaus giftige Heilpflanze mit starkem Wirkprofil.

Gut und Böse, Schönheit und Giftigkeit berühren sich in ihr. Convallaria weckt müde Herzen und Gemüter. Es klärt die Bewusstseinskräfte, die nach den langen Wintermonaten mit allerlei Schadstoffen beladen sind. So schenkt das giftige Maiglöckchen mit seinen Wirkstoffen die Information zur Entgiftung von Altlasten. Durch diese Erneuerung lässt es Kummer vergessen. Es öffnet das Gemüt für Liebe und Glück. Nicht umsonst sprach man ihm im Mittelalter lebensverlängernde Kräfte zu.

Die tonisierenden Kräfte für das Herz-Kreislaufsystem haben ihre direkten Entsprechungen auf der Gemütsebene, wo Convallaria majalis eine starke Dynamisierung aller Vitalfunktionen bewirkt, so dass wieder Klarheit und Freude ins Gemüt einziehen.

Signatur:
Das Maiglöckchen ist ein Liliengewächs. Seine Schönheit und Anmut bewegen das Gemüt und seine Reinheit berührt unser Herz. Es wächst in Laubwäldern, im Gebüsch, auf Weiden und auf Bergwiesen. Der Wurzelstock ist weit kriechend, mit dünnen und verzweigten Ausläufern, die jedes Jahr weiter sprossen und die Bestände sichern. Im Frühjahr treiben zwei bis drei lanzettförmige parallelnervige Blätter, die eine Höhe von 10 - 20 cm erreichen.

Später dann treibt eine kantige Blütenrispe, die ohne Blätter bleibt und etwa die Höhe von 20 cm erreicht. Diese trägt eine einseitswendige Traube von weißen nickenden Glöckchen. Die Blütenhülle ist breit glockig und hat sechs zurückgeschlagene Zipfel. Die sechs Staubgefäße und drei Narben bergen keinen Honig. Bienen finden also in der Blüte nur Blütenstaub vor. Die Blüte ist reich an wohlriechenden Duftstoffen. Die Frucht ist eine rote Beere von Erbsengröße und trägt zwei blaue Samen. Die Blütezeit ist im Mai bis Juni. Sowohl die Blätter als auch die Blüten sind giftig.

Tradition:
Ab dem 15. Jahrhundert begegnet man dem Maiglöckchen in der botanischen Literatur häufig. Im Destillierbuch von Hieronymus Brunschwygk (1500) wird das "Meyenblümleinwasser" als Heilmittel gegen Vergiftungen und Ohnmacht gepriesen. Außerdem galt es als Stärkungsmittel für Herz, Sinne und Hirn. Matthiolus rühmt das Mittel als stärkend für das Gehirn und das Herz. Auch Paracelsus lobt das Maiglöckchen als Stärkungsmittel.

Maiglöckchen galt in der christlichen Mythologie immer als Symbol der Reinheit und Demut. Genau aus diesem Grund wurde es die Symbolpflanze der Jungfrau Maria. Aber auch den Frühjahrsgöttinnen war das Maiglöckchen geweiht, denn es erweckt Hoffnung auf Liebe, Glück und das Ende allen Kummers. Auf dem Weltgerichtsaltar von Stefan Lochner im Kölner Dom blüht im Zentrum zwischen den guten und bösen Kräften, die um die Seele des Menschen kämpfen, ein Maiglöckchen. Es ist das Zeichen für das Heil in Christus, das an diesem Platz der Entscheidung gewählt werden muss.

Lange bevor das Christentum das Symbol in seinem Sinne beanspruchte, war natürlich seine herzstärkende Wirkung bekannt. Die Ärzte des Humanismus, für die das Maiglöckchen das Hauptstärkungsmittel für das Herz war, wählten es deshalb als Berufsemblem und nannten es „Salus mundi“, das Heil der Welt.

Inhaltsstoffe:
Convallatoxin, ein starkes, giftiges Herzglycosid, Convallarin, Convallosid, Saponine, ätherisches Öl und organische Säuren.

Anwendung:
Convallaria ist ein sehr wirksames Herzmittel, das in seiner Wirkung Digitalis ähnelt. Es hat eine geringere Haftfähigkeit am Herzmuskel als Digitalis, besitzt aber eine größere Gefäßwirkung. Besonders günstig wirkt Convallaria bei nervösen Herzbeschwerden mit Rhythmusstörungen, wie sie im Klimakterium oder unter großem Stress auftreten. Aber auch bei manifester Herzinsuffizienz kann es gute Dienste leisten. Die Gefäßfunktionen werden bei schwankenden Blutdruckverhältnissen oder bei Kongestionen im Kopf reguliert.

Auf der seelischen Ebene fördert es die Bereinigung. Es lässt schattenhafte Altlasten ins Licht der Erkenntnis aufnehmen, zur Auflösung bringen und ins Bewusstsein integrieren. Es erfüllt den Menschen mit Hoffnung, lässt seine Ideale wieder neu beleben und füllt kummerbeladene Herzen wieder mit Freude.

Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon:
In der Kategorie Signaturenlehre steht Ihnen eine breite Auswahl an Heilpflanzenbeschreibungen zur Verfügung. Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert und erweitert.

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