Kommt bei Homöopathie die Wirkung durch den Glauben? Umgekehrt.

Inhalt:

Spitzwegerich (Plantago lanceolata) - Signaturenlehre

Unscheinbarkeit trotz emotionaler Stärke.

Signaturenlehre Spitzwegerich Plantago lanceolata.jpg Abb: Plantago lanceolata
Wesen: 

Ausgeprägte Widerstandkraft. Er steht am Wegesrand und kann getreten werden. Er richtet trotz allem seine Flammenzungen immer wieder auf.

Signatur:
Aus einer bodenständigen Rosette steigen die Lanzettenblätter auf. Sie sind von 5 - 7 parallelen Blattnerven durchzogen, die auf der Unterseite stark hervortreten. Diese sind so zäh, dass sie aus einem angerissenen Blatt wie Fäden herausgezogen werden. Dies erinnert an Muskelstränge, die bei Mensch und Tier für die aktive Bewegungsdynamik stehen. Es sind Emotionen, die die Form, das Tempo und das Ausmaß der Fortbewegung bewirken. Gesundheit finden wir nur, wenn die Emotionen im Gleichgewicht sind. Starke einseitige Belastungen überfordern die Lebenskraft und führen zu einer Schwächung und zu mangelnder Toleranz gegenüber Angriffen von außen.

Der Spitzwegerich treibt seine Blütenstände weit über die Blätter hinaus. Die Griffel der Blüten sind fast tierisch behaart und erinnern eher an Insekten. Die Kelch- und Kronenblätter sind trockenhäutig. Das Glykosid Aucubin, das wir in der Pflanze angereichert finden, erklärt seine antimikrobielle Wirkung. Man erntet die Blätter vor der Blüte, damit diese Wirkkraft möglichst gut gewonnen werden kann. Die in den Blätttern reichlich vorkommenden Schleimstoffe sorgen für ein Konsolidierung von wunden Grenzflächen, vor allem im Schleimhautbereich der Atemwege. Dort berühren sich das Luftelement, das eher für die Emotionalität steht und das wässrige Element, dem wir die Lebenskraft zuordnen. Der Wegerich steht in vielen Variationen gerne in Gruppen und wird deshalb von den Bauern respektlos als „Heudieb“ bezeichnet. An Orten, wo er steht, wächst buchstäblich kein Gras mehr. Eine deutliche Signatur im Bezug auf Durchsetzungsvermögen und hohe Widerstandskraft.

Tradition:
Der Wegerich ist im Volksmund zum Wegbeherrscher geworden. Sein Name stammt vom lateinischen Wort "planta", was "Fußsohle" bedeutet. Dies wird verständlich, wenn man seine sehr raffinierte Ausbreitungsstrategie bedenkt. An Kleidern, an Stiefeln, sogar an den Fellen der Lasttiere kleben seine Samen wie Kletten. Auf diese Art und Weise ist er so vielen Handelswegen und Kriegszügen gefolgt. Die Indianer nannten das Kraut deshalb auch „englishman’s foot, Fußtritt des Bleichgesichts.“ Der Wegerich ist so buchstäblich zum Weltenwanderer avanciert. Natürlich fand der Spitzwegerich auch in der christlichen Symbolik seinen Platz, wo er für die erfolgreiche Ausbreitung des Glaubens durch die Missionare stand. In einer englischen Handschrift von Dr. Hops heißt es: „Und du, Wegerich, Mutter der Pflanzen, offen nach Osten, mächtig im Inneren; über dich knarrten Wagen, über dich ritten Frauen, über dir schrien Bräute, über dich schnaubten Farren. Allen widerstandest du und widersetztest du dich. So widerstehe auch dem Gift und der Ansteckung und dem Übel, das über das Land hinfährt.“

Vorkommen:
Spitzwegerich findet man in ganz Europa und in Teilen Asiens. Er wächst gerne auf trockenen Wiesen, an Wegrändern oder im Brachland.

Inhaltstoffe:
Die Glykoside Aucubin und Katalpol. Weiterhin Schleimstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe und Kumarine. Geringe Mengen an Kieselsäure sowie zink- und kaliumhaltige Mineralien.

Indikationen:
Spitzwegerich unterstützt den Menschen in allen Schwächephasen, in denen auch im psychischen Bereich die Reserven der Lebenskraft ausgeschöpft wurden. Das Organ Lunge ist eng verknüpft mit der Tendenz, seinen Emotionen exzessiv Raum zu lassen. Denken wir nur an den unerschöpflichen Lebenshunger der Tuberkulosekranken. Unter diesem Gesichtspunkt denken wir an die prototypischen Opern-Figuren wie "Violetta" in der Traviata von Verdi oder auch an "Mimi" aus der Bohème von Puccini. Diese Heilpflanze konsolidiert also „seelische Aderlässe“ und ihre auszehrende Wirkung. Plantago lässt die „Flügel“ wieder heben, genau wie die Lanzettenblätter sich wieder aufrichten, wenn sie mit Füßen getreten werden.

Katarrhe der Luftwege, Entzündungen der Mund und Rachenschleimhaut, Bronchitis, Asthma, Schwäche im Abwehrsystem der Atemwege.

Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon:
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