Kommt bei Homöopathie die Wirkung durch den Glauben? Umgekehrt.

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Löwenzahn (Taraxacum officinale) - Signaturenlehre

Wandlung, Anpassungsfähigkeit, Fließen, Wärme, Lebenskraft.

Signaturenlehre Loewenzahn Taraxacum officinale.jpg Abb: Löwenzahn (Taraxacum off.)
Wesen:

Der Löwenzahn ist eine Pflanze, in deren Wesen große Vitalität und flexible Anpassungsfähigkeit angelegt sind. Dies bezieht sich auf alle drei Wesensglieder des Menschen - Körper, Geist und Seele. Es werden durch diese Heilpflanze vor allem Stauungen im Leber/Gallestoffwechsel, Erstarrungen und Bitterkeiten aufgelöst. Die Heilpflanze Taraxacum vermag auf der psychischen Ebene Wut, Hass und Zorn in Mitgefühl zu verwandeln. Somit ist sie eine „soziale“ Pflanze. Sie gedeiht besonders gut in der Umgebung menschlicher Lebensräume. Sie hilft Personen, die sich selbst und andere nicht mögen, die keine Ausstrahlung haben und sich über alles beschweren.

Löwenzahn kündigt mit großer Kraft und leuchtender Farbe das aufkeimende Frühjahr an. Sein Wesen signalisiert Erneuerung und den freien Fluss aller Lebenssäfte.

Signatur:
Seinen Namen hat der Löwenzahn von den gezahnten Blättern, die so vielgestaltig sind, dass nicht ein Blatt dem anderen gleicht. Er gehört in die Familie der Korbblütler und wächst auf Feldern, Wiesen und in Gärten als Unkraut. Die Blütezeit liegt zwischen April und Juni. Der Löwenzahn erblüht bereits in besonderer Üppigkeit auf unseren heimischen Wiesen, wenn diese noch winterkalt und nass sind. Die Blütenteppiche muten wie tausende auf die Erde gesunkene Sonnen an, und sie scheinen auch ein Spiegel der Sonne zu sein, denn sie schließen sich, sobald die Sonne hinter die Wolken verschwindet. Fällt Regen vom Himmel, sind sie soweit geschlossen, dass man nicht mehr entscheiden kann, ob sie bereits verblüht sind.

Die Blütenköpfchen bestehen aus zahlreichen gelben, nektarreichen Zungenblüten. Die Wandlungsfähigkeit des Löwenzahns beeindruckt besonders, wenn wir erleben, wie sich die goldenen Sonnenblüten in silberne, luftige Kugeln verwandeln, die die Fruchtstände darstellen. Werden die Samen reif, genügt der Wind, sie wie Fallschirme hinweg zu tragen und die Aussaat so in weite Gebiete zu ermöglichen. Der Geruch der Pflanze ist schwach, kaum wahrnehmbar.

Alle Pflanzenteile schmecken bitter. Löwenzahn liebt den reichen Stickstoffgehalt, wie man ihn in Menschennähe findet, weshalb Archäologen aus dem Gehalt an Löwenzahnpollen auf menschliche Siedlungen rückschliessen. Die Vitalität der Pflanze wird durch besondere Naturgaben geschützt. Löwenzahn hat eine Pfahlwurzel, die sich tief im Boden verankert. Die Blätter sind gefaltet, sodass der Regen in das Innere abgeleitet werden kann und der Samenansatz ist reichlich und durch eine gute Flugsicherung geschützt. Darüber hinaus verfügt die Pflanze auch über die Möglichkeit einer sogenannten „Jungfernzeugung“, denn selbst ohne Staubbeutel und Narben können Früchte entstehen.

Das Talent, die Säfte fließen zu lassen, erkennen wir bei Taraxacum aus der Signatur der hohlen Stängel, durch die reichlich weißer Milchsaft fließt.

Tradition:
Die von Natur aus vielfältige Ausbreitungsgabe des Löwenzahns hat ihn wohl auch in die Symbolik des Christentums und dessen Verbreitung einfließen lassen. Die Jungfernzeugung, die diese Pflanze in sich angelegt hat, wird natürlich auch als Symbol für die Jungfrau Maria und die unbefleckte Empfängnis verstanden, denn wir finden auf vielen Kunstwerken im Mittelalter den Löwenzahn in der Nähe der Maria abgebildet. Auf frühchristlichen Abbildungen sieht man geschlossene, sich eben entfaltende Blüten bei der Geburt Christi. Während seiner Lebensgeschichte sieht man volle Blüten und den Fruchtansatz. Auf einem Auferstehungsbild sieht man alle Samen flugbereit oder schon ausgeflogen als Symbol dafür, dass sich die christliche Botschaft verbreitet.

Aus den historischen Darstellungen und Beschreibungen erkennen wir den Löwenzahn in den Kräuterbüchern erst sicher bei den arabischen Ärzten im Mittelalter (Avicenna 11. Jahrhundert). Nach Vollmers Berichten fand man im 13. Jahrhundert den Löwenzahn mit etwa 180 anderen Heilpflanzen in einem schlesischen Kräuterbuch erwähnt. Es wird berichtet, dass der englische Leibarzt von Friedrich dem Großen das Heilkraut einsetzte, um die Wassersucht des Kaisers zu heilen.

Hufeland lobt den Löwenzahn als kräftiges Resolvens namentlich bei Gallenleiden, Leberverhärtungen und Hypochondrie. Nach Künzle soll der frische Milchsaft, in die Augen gestrichen, Hornhautflecken beseitigen. Auch Pfarrer Kneipp empfiehlt den Löwenzahn. Er berichtet bei allen Verschleimungen im Bereich des Magens und der Lunge, bei Leberleiden, Gelbsucht und Hämorrhoiden über ansehnliche Erfolge.

Inhaltsstoffe:
Der Bittersoff "Taraxacin", Phytosterole, Inulin, Schleim, Inusit, Gerbstoffe, Harz, Flavonoide, ätherisches Öl, Kieselsäure, Cholin, Kautschuk, Vitamin B und C.

Anwendung:
Löwenzahn hat eine verdauungsfördernde und den Stoffwechsel anregende Wirkung, deshalb findet er vor allem bei Leber-Galle-Störungen, bei Pankreasschwächen und auch bei Diabetes Anwendung. Bei Blutarmut und bei Hämorrhoiden, die ja häufig eine Begleiterscheinung von Leberstoffwechselschwächen sind, wird er verwendet. Leberentgiftungsschwächen gehen oft mit Burnout-Symptomen einher, weshalb Taraxacum mit seiner entgiftenden und zugleich vitalisierenden Wirkung hier hilfreich ist. Darüber hinaus wirkt der Löwenzahn cholesterinsenkend. Durch seine blutreinigende Wirkung ist er auch bei Psoriasis und Akne angezeigt. Er kann bei allen Ausleitungstherapien wertvolle Unterstützung bieten und ist auch zur Stoffwechselanregung bei Anorexie zu empfehlen.

Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon:
In der Kategorie Signaturenlehre steht Ihnen eine breite Auswahl an Heilpflanzenbeschreibungen zur Verfügung. Das PEKANA Signaturenlehre Lexikon wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert und erweitert.

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