Kommt bei Homöopathie die Wirkung durch den Glauben? Umgekehrt.

Inhalt:

Grundlegendes zur Homöopathie.

Die Einführung der Homöopathie zur Zeit Samuel Hahnemanns (1755–1843) war eine ganz neue Heilweise auf der Basis der Erfahrungswissenschaft. Die Homöopathie (griechisch: homousious = ähnlich und páthos = Krankheit) ist neben der Anthroposophie und der Phytotherapie im deutschen Gesundheitswesen in den besonderen Therapierichtungen verankert.

Die Homöopathie hat im Jahre 1976 die offizielle Anerkennung im Arzneimittelgesetz (AMG) gefunden. Heute werden die Präparate nach den Richtlinien des homöopathischen Arzneibuchs (HAB) hergestellt. Genauso wie andere Arzneimittel, müssen homöopathische Arzneimittel vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vor dem Inverkehrbringen behördlich überprüft werden.

Dem homöopathischen Heilprinzip steht der Verständnisansatz der Allopathie gegenüber – für diesen ist der therapeutische Leitsatz «contraria contrariis curentur» (heile Gegensätzliches mit Gegensätzlichem) prägend. Eine wesentliche Erkenntnis der Versuche Hahnemanns war, dass man Krankheiten nicht «unterdrücken» darf, sondern regulativ behandeln muss, da die Unterdrückungen noch zu wesentlich stärkeren Auslösungen führen. Der Krankheitsprozess muss behandelt, die Lebenskraft ins Gleichgewicht gebracht werden, um auch die Organleistungen wieder zu befreien und Neubildungen zu verhindern.

Ähnlichkeitsprinzip / Prinzip der Potenzierung

Die Entwicklung der Homöopathie begann mit einem Selbstversuch Hahnemanns. Durch die Einnahme einer größeren Menge Chinarinde löste er Malaria ähnliche Symptome bei sich aus. Diese Krankheitszeichen konnte er durch die Einnahme verdünnter Chinarinde lindern. Aus diesen Erfahrungen legte er zwei Hauptprinzipien dieser Therapie fest. Bis heute sind die Ähnlichkeitsregel und die stufenweise Verdünnung und Verschüttelung (Potenzierung) homöopathischer Grundlösungen (Urtinkturen) Basis für das therapeutische Vorgehen in dieser Heilweise.

Aus Hahnemanns Erkenntnissen entstand der feste Lehrsatz: «Heile Ähnliches mit Ähnlichem» – «similia similibus curentur».

«Wähle, um sanft, schnell, gewiß und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfall eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als sie heilen soll.» (Hahnemann, 1810)

Hahnemann fasste seine Methoden und Erfahrungen im Jahr 1810 in seinem «Organon der rationellen Heilkunde» zusammen. In seiner Lehrmeinung bezog er sich immer auf die Symptome, die bei einem Gesunden durch die Gabe des Ausgangstoffs ausgelöst wurden. Gleichzeitig wurde durch Verdünnung und Verschüttelung (Potenzierung) der wirksamen Substanzen die ideale Wirkstufe (Potenz) festgelegt. Hahnemann formulierte dazu im Organon folgendes:

«Diese merkwürdige Veränderung in den Eigenschaften der Naturkörper, durch mechanische Einwirkungen auf ihre kleinsten Teile, durch Reiben, und Schütteln entwickelt die latenten, vorher unmerklich, wie schlafend in ihnen verborgen gewesenen dynamischen Kräfte, welche vorzugsweise auf das Lebensprincip, auf das Befinden des thierischen Lebens Einfluß haben. Man nennt daher diese Bearbeitung derselben Dynamisieren, Potenzieren und die Produkte davon, Dynamisation oder Potenzen, in verschiedenen Gaben.»

Bei der Herstellung von Homöopathika werden die Ausgangsstoffe in Zehner (1 Teil Urstoff + 9 Teile Verdünnungssubstanz (Milchzucker, Alkohol oder Wasser)) oder Hunderterschritten (1 Teil Urstoff + 99 Teile Verdünnungsmittel) verarbeitet. Diese werden als D-Potenzen (Zehner) oder C-Potenzen (Hunderter) bezeichnet.

Komplexmittelhomöopathie

Heute existieren verschiedene Richtungen der Homöopathie. Nach der Lehre Hahnemanns, nach der zumeist Verdünnungen einzelner Substanzen (sog. Einzelmittel) verabreicht werden, hat sich heute auch zunehmend die Verwendung von Kombinationen mehrerer Substanzen für ein bestimmtes Anwendungsgebiet durchgesetzt. In diesen Komplexmittelen richten sich mehrere homöopathische Substanzen gegen das Krankheitsgeschehen. Da sich Krankheitssymtome nicht immer auf eine Bestimmung hin überwinden lassen, haben die Komplexmittel ein oftmals wesentlich breiteres Wirkungsfeld. In Komplexmitteln entfalten sich die Wirkungen der einzelnen Inhaltsstoffe ergänzend und erfassen dementsprechend auch andere Schwächen der Patienten.

Die PEKANA-Komplexmittel entfalten sich bei der Behandlung im Sinne der Ganzheit und ermöglichen damit eine positive Einflussnahme auf Körper, Seele und Geist. Wir haben festgestellt, dass in der Regel die Verbindung von acht Wirkstoffen eine ideale Kombination darstellt.

Wirksamkeit der Homöopathie

Die sogenannte klinische Studie zum Nachweis der Wirksamkeit ist nicht unbedingt das Mittel der Wahl bei homöopathischen Arzneimitten, da die Individualkörper einerseits und die regulativen Einflussnahmen der Wirkstoffe andererseits kaum in ein völlig vergleichbares Studiendesign einzubringen sind, denn «ein Organismus ist keine Maschine, sondern er wächst […] ein Organismus ist ein energetisch offenes System. Ein Organismus steht in ökologischer Beziehung zur Umwelt.»

Es gibt jedoch einige nach modernen Prinzipien durchgeführte Doppelblindstudien, welche die homöopathischen Zubereitungen mit einem wirkstofffreien Träger (Placebo) verglichen und positive Ergebnisse bei ausgewählten Krankheitsbildern gezeigt haben.

Interessant ist hier sicher auch die Tatsache, dass Homöopathie in der Tierheilkunde einen sehr hohen Stellenwert besitzt und äußerst erfolgreich angewandt wird. Diese Erfolge stellen die oftmals behaupteten psychischen, placebo-ähnlichen Effekte («der Glaube versetzt Berge») der Homöopathie infrage.

Weiterhin stellen die von der Expertenkommission D, basierend auf dem AMG (Arzneimittelgesetz), publizierten Monografien ein wichtiges Instrument zur Bewertung von in der Homöopathie verwendeten Substanzen dar. Sie spiegeln die wissenschaftliche Erkenntnis von über 1.100 homöopathisch genutzten Zubereitungen aus pflanzlichen, tierischen und mineralischen Stoffen wider und enthalten Aussagen über deren Anwendungsmöglichkeiten.

Welche Krankheiten kann man mit Homöopathie behandeln?

Grundsätzlich sind ALLE Erkrankungen und Beschwerden mit Homöopathie positiv beeinflussbar.

Zu Hahnemanns Zeiten waren 80% der zu behandelnden Beschwerden Akutfälle, nur in 20% der Ereignisse handelte es sich um chronische Erkrankungen. Heute ist dieses Verhältnis genau umgekehrt. Daraus sehen wir, dass es im Großteil der Fälle, die die Homöopathie zu behandeln hat, sich um Erkrankungen handelt, die lange Zeit bestehen und tief im Menschen verwurzelt sind. Vielfach sind es die Patienten, die den Weg zum Homöopathen finden, die von der sogenannten Schulmedizin als «austherapiert» bezeichnet werden und nun all ihre Hoffnungen in diese besondere Therapieform setzen.

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist die Ergründung aller Faktoren, die eine Erkrankung auslösen und aufrechterhalten können. Dies kann nicht nur durch die Frage: «Wo tut es denn weh?» oder die Auswertung eines Laborbefundes geschehen. Die ganzheitliche Betrachtung des Menschen und seiner Beschwerden, das Wissen um das Zusammenspiel von Körper, Seele und Geist, die Erfragung von Belastungen und Einflüssen, denen ein Mensch täglich ausgesetzt ist – das macht eine tiefgehende Einsicht in die Problematiken möglich, mit denen der Einzelne konfrontiert ist. Diese Vielzahl von Informationen, dazu das Wissen um die Entsprechungen der Heilmittel und die Bereitschaft, «quer zu denken», d.h. nichts als gegeben hin zu nehmen und alles zu hinterfragen und zu erkennen, dass der Mensch als offenes kybernetisches System auf alle Einflüsse reagiert, dies alles kann zu einer erfolgreichen homöopathischen Therapie führen.

Ein erfolgreich einsetzbares Komplexmittel wird daher ebenfalls all die auslösenden, krankmachenden Agentien in seiner Zusammensetzung berücksichtigen. Die Kunst, dies möglichst umfassend zu bewerkstelligen, liegt in der Gabe und dem Verständnis seines Schöpfers.

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