Medizin im Schloss

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Medizin im Schloss

Zum ersten Mal hat PEKANA am 26.09.2014 Ärzte, Heilpraktiker, Apotheker und an dem Thema „Integrative Medizin“ interessiertes Fachpublikum zu einem Dialog-Forum nach Kißlegg eingeladen.

Nachbericht Medizin im Schloss 2014

Wirkung ohne Wirkstoff? Wirkstoff ohne Wirkung?
„Medizin im Schloss“ fordert Perspektivenerweiterung – für ein Weiterdenken in der Heilkunde.

Rund 70 Heilpraktiker, Allgemeinärzte und Apotheker haben bei der ersten Auflage von „Medizin im Schloss – Forum für integrative Medizin“ in Kißlegg Wissenschaftliches und Wissenswertes aus Forschung, Politik und Wirtschaft zum Thema Komplementärmedizin erfahren.
Mit zwei Fachvorträgen der Professoren Hartmut Schröder und Stefan Schmidt – beide lehren unter anderem an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) – sowie einer mit der Grünen-Gesundheitsexpertin Biggi Bender und
Medizin im Schloss_2.JPG
Abb: Prof. Dr. Stefan Schmidt
 dem SDK-Vorstandsmitglied Joachim Schulz besetzten Podiumsdiskussion näherten sich die Referenten und Diskutanten der Frage, wie komplementäre Heilmethoden nicht nur bei Patienten und in der Bevölkerung, sondern auch in der Politik und bei den Kassen punkten können. Schon in der Begrüßung der Gastgeberin Katharina Beyersdorff, Geschäftsführerin des Komplexmittel-Herstellers PEKANA, wurde die Richtung vorgegeben: „Wie kann es sein, dass in Veröffentlichungen immer wieder beschrieben wird, Homöopathie wirke nicht, auf der anderen Seite werden wir u.a. im Bereich der Herstellung aber mit derselben Schärfe wie Hersteller konventioneller Arzneimittel kontrolliert?“
Die Antwort auf diese Frage blieb zwar bis zuletzt unbeantwortet. In der Podiumsdiskussion erläuterten aber sowohl Politikerin Bender wie auch PKV-Vertreter Schulz, wie ein Ausweg aus dieser unbefriedigenden Situation aussehen könnte. „Sie müssen sich zusammenschließen und sich Gehör verschaffen“, so Biggi Bender. Politiker seien der Homöopathie gegenüber nicht grundsätzlich negativ eingestellt. „Aber Sie müssen Lobbyarbeit betreiben, Forschungsergebnisse präsentieren und sich zu Wort melden.“ Ins gleiche Horn stieß PKV-Vertreter Schulz. Zumindest für seine Krankenkasse könne er sagen, „dass wir ja nicht grundsätzlich gegen Homöopathie sind. Aber Sie müssen uns Daten und Fakten an die Hand geben, mit denen wir gegenüber unseren Mitgliedern glaubhaft machen können, dass das Geld, das auf diese Weise ausgegeben wird, gut investiert ist – in die Gesundheit unserer Mitglieder.“ Er signalisierte sogar die Bereitschaft, dass Kassen und Forschung hier zusammenarbeiten könnten, „um belastbare Fakten präsentieren zu können“.

Rund 70 Heilpraktiker, Allgemeinärzte und Apotheker haben bei der ersten Auflage von „Medizin im Schloss – Forum für integrative Medizin“ in Kißlegg Wissenschaftliches und Wissenswertes aus Forschung, Politik und Wirtschaft zum Thema Komplementärmedizin erfahren.

Mit zwei Fachvorträgen der Professoren Hartmut Schröder und Stefan Schmidt – beide lehren unter anderem an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) – sowie einer mit der Grünen-Gesundheitsexpertin Biggi Bender und Medizin im Schloss_2.JPG Abb:  Prof. Dr. Stefan Schmidt  dem SDK-Vorstandsmitglied Joachim Schulz besetzten Podiumsdiskussion näherten sich die Referenten und Diskutanten der Frage, wie komplementäre Heilmethoden nicht nur bei Patienten und in der Bevölkerung, sondern auch in der Politik und bei den Kassen punkten können. Schon in der Begrüßung der Gastgeberin Katharina Beyersdorff, Geschäftsführerin des Komplexmittel-Herstellers PEKANA, wurde die Richtung vorgegeben: „Wie kann es sein, dass in Veröffentlichungen immer wieder beschrieben wird, Homöopathie wirke nicht, auf der anderen Seite werden wir u.a. im Bereich der Herstellung aber mit derselben Schärfe wie Hersteller konventioneller Arzneimittel kontrolliert?“

Die Antwort auf diese Frage blieb zwar bis zuletzt unbeantwortet. In der Podiumsdiskussion erläuterten aber sowohl Politikerin Bender wie auch PKV-Vertreter Schulz, wie ein Ausweg aus dieser unbefriedigenden Situation aussehen könnte. „Sie müssen sich zusammenschließen und sich Gehör verschaffen“, so Biggi Bender. Politiker seien der Homöopathie gegenüber nicht grundsätzlich negativ eingestellt. „Aber Sie müssen Lobbyarbeit betreiben, Forschungsergebnisse präsentieren und sich zu Wort melden.“ Ins gleiche Horn stieß PKV-Vertreter Schulz. Zumindest für seine Krankenkasse könne er sagen, „dass wir ja nicht grundsätzlich gegen Homöopathie sind. Aber Sie müssen uns Daten und Fakten an die Hand geben, mit denen wir gegenüber unseren Mitgliedern glaubhaft machen können, dass das Geld, das auf diese Weise ausgegeben wird, gut investiert ist – in die Gesundheit unserer Mitglieder.“ Er signalisierte sogar die Bereitschaft, dass Kassen und Forschung hier zusammenarbeiten könnten, „um belastbare Fakten präsentieren zu können“.

Dass es durchaus Studien über die Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel gibt, wurde im Vortrag von Professor Schmidt deutlich. In einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung zeigte er darüber hinaus auf wie Perspektiven in der Forschung erweitert werden können. Die Forschungsmethoden im Gesundheitsbereich sind laut Schmidt rein naturwissenschaftlich angelegt und andere Modelle der Forschung werden nicht finanziert, „hier brauchen wir eine Perspektivenerweiterung hin zur Kulturwissenschaft, die Wirksamkeit nicht auf spezifische Effekte begrenzt sondern von dem gesamten Kontext ausgeht und auch subjektive Effekte mit einschließt“.

Insofern, auch das wurde an dem Nachmittag in Kißlegg deutlich, beißt sich die Katze in den Schwanz: Solange die Forschungsmethoden rein naturwissenschaftlich angelegt sind, sind konventionelle gegenüber komplementären Medizin im Schloss Katharina Beyersdorff.JPG Abb: Katharina Beyersdorff Methoden im Vorteil. Professor Schröder ging in seinem kulturwissenschaftlichen Vortrag noch einen Schritt weiter, indem er die Anwesenden daran erinnerte, dass Mediziner, kaum Raum haben, diese Forschungsrichtung einzuschlagen. „Wie viele staatlich geförderte universitäre Planstellen gibt es in Deutschland für Komplementärmedizin?“, fragte Schröder. Die Antwort: „Meines Wissens nach keinen einzigen.“ Im konventionellen Gesundheitsverständnis herrscht häufig noch das Bild des Menschen als Maschine, „an der man Teile austauschen und erneuern kann“. In der Notfallmedizin oder auch bei schwerwiegenden Erkrankungen, die nur operativ oder konventionell behandelt werden können, sei dieser Gedanke auch nicht falsch. „Aber was ist mit chronischen Erkrankungen? Mit Schmerzen? Und mit Krankheiten, die psychosomatisch sind? Da hilft dieses Bild nicht weiter.“

Deshalb spielte Katharina Beyersdorff den Ball auch wieder zurück an die Politik. In ihrem Resümee des Tages rief sie alle im Markt Beteiligten auf, über die erkennbaren Widersprüchlichkeiten in einen aktiven Dialog zu treten. Mit dem Ziel einer auch politisch wirklich gewünschten und geförderten Perspektivenerweiterung für eine Weiterdenken in der Heilkunde.

PEKANA wird deshalb gemäß dem Slogan „Gesundheit weiterdenken“ zur Förderung des Dialogs die Veranstaltung „Medizin im Schloss – Forum für integrative Medizin“ auch im Herbst 2015 weiterführen.

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Einladung Medizin im Schloss 2014

Im Neuen Schloss nähern wir uns am Freitag, 26. September 2014, ab 13 Uhr in der Keynote, in einem Fachvortrag sowie in einem prominent besetzten Podium dem Thema „Integrative Medizin“.

Auf dem Podium: Politik, Kassen, Therapeuten und Professoren

Biggi Bender, langjährige Bundestagsabgeordnete und bis Herbst 2013 Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen für die Gesundheitspolitik, SDK-Vorstand Volker Schulz sowie Professor Dr. Hartmut Schröder sind namhafte Teilnehmer der Podiumsdiskussion bei „Medizin im Schloss“.

Zwischen Kassen, Therapeuten und Patienten gibt es viele Reibungspunkte, über die es sich zu diskutieren lohnt. Welche Wege kann die Politik gehen, um auf den Wunsch nach alternativen Heilmethoden zu reagieren? Welchen Stellenwert nehmen naturheilkunde-affine Mitglieder für Kassen ein - gibt es vielleicht sogar Bestrebungen besondere Tarife auszuarbeiten? Wie sollen sich Therapeuten und Apotheker im teilweise undurchsichtigen Spannungsfeld zwischen von der Kasse bezahlten und nichtbezahlten Arzeimitteln und Therapien verhalten?

PEKANA ist es gelungen, prominente und streitbare Gäste aufs Podium zu holen. Für Diskussionsstoff werden also nicht nur die Referenten, sondern auch die Podiumsteilnehmer sorgen.

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