Ist körperlich gesund zu sein, zu viel verlangt?
Nein, zu wenig.

Inhalt:

Ganzheit und Gesundheit.

Wir sprechen von Gesundheit, können dies jedoch nicht tun, ohne den Begriff Krankheit dazu in Beziehung zu setzen – und umgekehrt.

Gerade in den letzten Jahren begegnen uns verstärkt Wortschöpfungen wie Gesundheitsmarkt – gleichgesetzt mit Zukunftsmarkt, Gesundheitsbewusstsein, Gesundheitsfonds, Gesundheitsförderung, Gesundheitsreform ... doch Gesundheit ist mehr als ein stark wachsender Zukunftsmarkt. Gesundheit, sich gesund fühlen, ist zu einem Lebensziel geworden: 2/3 der deutschen Bevölkerung geben an, dass Gesundheit sie glücklich macht. In Anbetracht zunehmend steigender Kosten im Gesundheitssystem drängt sich zwangsläufig die Frage auf: Sind dann viele Menschen in Deutschland unglücklich?

Ebenso wie Glück ist auch Gesundheit vor allem ein subjektiver Zustand. Gerade deshalb lohnt es sich, diesen Begriff genauer zu betrachten und zu definieren. Im Folgenden stellen wir Ihnen Erklärungsversuche von großen Denkern aus über zwei Jahrtausenden vor. Alle Ansätze entspringen einer ganzheitlichen Sichtweise von Gesundheit und Krankheit, die auch den homöopathisch-spagyrischen Komplexmitteln von PEKANA zugrunde liegt.

Übereinstimmung mit sich selbst

Hans-Georg Gadamer (1900–2002), einer der prominentesten deutschen Philosophen, stellte in seinem Werk «Über die Verborgenheit der Gesundheit» wiederholt die Frage: «Aber was ist nun eigentlich die Gesundheit, dieses geheimnisvolle Etwas, das wir alle kennen und irgendwie gerade nicht kennen, weil es so wunderbar ist, gesund zu sein?» Die Gesundheit «falle» nicht auf, der «Ausfall», das «Herausgefallen-Sein aus den Lebensbezügen» hingegen sei ein Charakteristikum des Kranken, eines Krankheits-«Falls». Gesundheit ist für Gadamer ein Zustand der inneren Angemessenheit und der Übereinstimmung mit sich selbst, ein Zustand, dessen man sich nicht bewusst ist, ist ein Wohlgefühl, das uns unternehmensfreudig, erkenntnisoffen und selbstvergessen macht, ein «Da-sein», «In-der-Welt sein», «Mit-den-Menschen-Sein».

Das Modell der Salutogenese

Eckhard Schiffer beschreibt in seinem Buch «Wie Gesundheit entsteht» anhand des Modells der Salutogenese (Gesundheitsentstehung, salus = Unversehrtheit; genese = Entstehung), ob wir bei Belastung körperlich und seelisch gesund bleiben bzw. im Erkrankungsfall möglichst schnell wieder gesund werden oder nicht.

Für Schiffer integriert sich Gesundheit durch das Kohärenzgefühl (innerer Zusammenhalt) sowie den Kohärenzsinn (äußerer Zusammenhalt). Diese setzen sich wiederum aus den Komponenten Verstehbarkeit (der Welt, Zusammenhänge begreifen), Handhabbarkeit (Vertrauen, aus eigener Kraft oder mit Unterstützung Lebensaufgaben zu meistern) sowie Sinnhaftigkeit zusammen und sind damit grundlegend für die Gesundheit eines jeden Menschen.

Kohärenzgefühl und Gesundheit

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Abb. Modell der Salutogenese: Adaptiert nach Eckard Schiffer

Lebenskraft im Gleichgewicht

Samuel Hahnemann, Begründer der Homöopathie, beschäftigte sich bis zu seinem Tode 1843 intensiv mit der Erforschung von Krankheitsprozessen. Hahnemann erläutert im Organon der Heilkunst in 291 Paragraphen die Gesetzmäßigkeiten von Gesundheit, Krankheit und Heilung sowie die Prinzipien der Homöopathie und deren Anwendung.

In § 9 des Organon beschreibt Hahnemann den Begriff Gesundheit wie folgt: «Im gesunden Zustande des Menschen waltet die geistartige, als Dynamis den materiellen Körper (Organism) belebende Lebenskraft (Autokratie) unumschränkt und hält alle seine Theile in bewundernswürdig harmonischem Lebensgange in Gefühlen und Thätigkeiten, so daß unser inwohnende, vernünftige Geist sich dieses lebendigen, gesunden Werkzeugs frei zu dem höhern Zwecke unseres Daseins bedienen kann.»

In den weiteren Paragraphen beschreibt Hahnemann die Bedeutung dieser steuernden nicht-materiellen Lebenskraft, ohne die es für ihn keinen lebenden Organismus gibt und damit der Organismus zu keiner Empfindung und Selbstheilung fähig wäre. Nach Hahnemann wird bei jeder Krankheit die Lebenskraft, das Lebensprinzip, die Dynamis geschwächt, erkennbar durch unterschiedliche Symptome. Die Wiederherstellung dieser Lebenskraft, sie wieder ins Gleichgewicht zu bringen, ist Ziel der Therapie, Therapie jedoch verstanden im eigentlichen Sinn seiner Bedeutung «Dienst».

Körper, Geist und Seele

Paracelsus, Arzt, Naturforscher, Alchimist und Astrologe, Zeitgenosse Martin Luthers und Leonardo da Vincis, war nicht nur eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Medizingeschichte, sondern auch für die empirische, psychologisch orientierte Heilkunde. Sein Wissen hat rund 500 Jahre nach seinem Tod nichts an Aktualität und Faszination verloren. Homöopathie und Spagyrik haben ihre Wurzeln im paracelsischen Gedankengut.

Die Ursachen von Krankheit sieht Paracelsus im Mikrokosmos (Mensch) als eine Entsprechung des Makrokosmos (Umwelt). Der Mensch entstammt dem Makrokosmos und ist somit auch in Krankheit und Gesundheit diesem unterworfen.

Das ideale Heilmittel (Arkanum) muss nach Paracelsus die drei Grundprinzipien Sal, Sulfur und Merkur vereinigen, denn da der Mensch aus Körper, Seele und Geist besteht, muss auch das wahre Heilmittel diese in sich tragen. Dabei steht Sal für das körperliche, Struktur gebende Baugerüst, Merkur für das geistige, schöpferische aber auch flüchtige Element und Sulfur für das alles verbindende, formgebende und individualisierende seelische Prinzip. Heilmittel, die diese Grundelemente in reinster Form enthalten, gewinnt man durch die Anwendung alchemistischer Prozesse. Sie entfachen die zur Selbstheilung unfähige Lebenskraft neu.

Das Ganze sehen

Der große griechische Philosoph Platon (427–347 v. Chr) schrieb: «Denn es ist der größte Fehler, bei der Behandlung der Krankheiten, dass Leib und Seele allzu sehr voneinander getrennt werden, wobei sie doch nicht getrennt werden können; aber das gerade übersehen die Ärzte, und darum entgehen ihnen so viele Krankheiten; sie sehen nämlich niemals das Ganze. Dem Ganzen sollten sie ihre Sorge zuwenden, denn dort, wo das Ganze sich übel befindet, kann unmöglich ein Teil gesund sein.»

Von der Gesundheitsbetrachtung zum Heilmittel

Diese gedankliche Zeitreise durch über 2.000 Jahre zeigt eindrücklich, dass bei der Betrachtung von Gesundheit und Krankheit die ganzheitliche Sichtweise im Wandel der Zeit beständig ist.

Die Krankheiten der Zeit stellen sich vielschichtig, multifaktoriell dar. Der ganzheitliche Ansatz ist besonders heute von Bedeutung, wenn man jede Erkrankung als Belastung des Körpers auf der seelischen und materiellen Ebene begreift.

Der Einsatz der von PEKANA hergestellten homöopathisch-spagyrischen Komplexmittel entspricht diesem Vorstellungsbild. Nach den Erkenntnissen der Therapiemethode führen sie neben organischen Regulativen auch die Geist-Gemütssymptome in ihren Arzneibildern und bieten gleichzeitig die den Pflanzen innewohnende Vitalenergie zur Behandlung an.

Die spagyrisch hergestellten Aufbereitungen von PEKANA vereinen dabei die Prinzipien Sal, Sulfur und Merkur, die nach Paracelsus das ideale Heilmittel (Arkanum) ausmachen.

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Abb. Die unzertrennliche Dreiheit von Sal, Sulfur und Merkur

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